Messe „Spiel ’16“ in Essen Der neue Siegeszug der Gesellschaftsspiele


Osnabrück. Brett-, Karten- und Würfelspiele werden immer beliebter. Die Branche boomt, und die Zahl der Neuheiten und Aussteller auf der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele ist so hoch wie nie zuvor. Von Donnerstag (13. Oktober 2016) bis Sonntag (16. Oktober 2016) lädt die „Spiel ’16“ in Essen zum Ausprobieren, Stöbern und Kaufen.

Die Welt der Gesellschaftsspiele erlebt derzeit eine prosperierende Phase. Verlage freuen sich über deutliche Umsatzzuwächse. Im Ausland wie zum Beispiel in Frankreich oder in den USA noch mehr als in Deutschland. Die Erklärungen dafür sind

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Deutscher Spiele-Preis für „Mombasa“

Im Rahmen der Messe „Spiel ’16“ in Essen wird der „Deutsche Spiele-Preis“ verliehen. Dieser Publikumspreis gehört neben der Auszeichnung „Spiel des Jahres“ zu den wichtigsten Branchenpreisen. Sieger in diesem Jahr ist das anspruchsvolle Strategiespiel „Mombasa“ (eggertspiele/Pegasus Spiele) von Alexander Pfister für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren.

Die Spieler treten dabei an, um im Afrika zu Zeiten des Kolonialismus Gewinne zu erwirtschaften. Sie investieren in vier Handelskompanien und nehmen Einfluss, sodass sich diese Gesellschaften auf dem Schwarzen Kontinent ausbreiten. Das lässt den Wert der eigenen Anteile an diesen Handelskompanien wachsen. Dazu handeln die Spieler mit Waren wie Bananen, Kaffee oder Baumwolle, arbeiten mit Diamantenhändlern zusammen und sorgen dafür, dass die Buchhaltung stimmt. Wichtig ist dabei, zur rechten Zeit die richtigen Aktionskarten parat zu haben. Elegant bei „Mombasa“ ist nicht nur die Verzahnung verschiedener Mechanismen, sondern auch die grafische Darstellung des afrikanischen Kontinents auf dem Spielplan.

Die Auszeichnung „Deutscher Kinderspiele-Preis“ geht an „Leo muss zum Friseur“ (Abacusspiele) von Leo Colovini für 2 bis 5 Spieler ab 6 Jahren. In diesem kooperativen Spiel müssen die Kinder den Löwen Leo zum Friseur bringen. Der immer neue Parcours aus 30 zunächst verdeckten Wegplättchen führt Leo von seinem Bett zum Friseur Bobo. Leo startet um 8 Uhr morgens und muss bis 8 Uhr abends bei Bobo sein. Er bewegt sich fort durch den Einsatz von verschiedenfarbigen Karten im Wert von eins bis vier (Schritten), die vor jeder Runde an die Spieler verteilt werden.

Reihum wird je eine Karte gespielt. Legt der Startspieler etwa eine gelbe Vier, so rückt Leo vier Felder vor. Das Plättchen, auf dem er landet, wird umgedreht. Dahinter kann sich mit Glück ein Wegweiser befinden, der keine Zeit kostet, oder aber ein Tier. Und mit Tieren unterhält sich Leo gerne. Mit Zebras nur eine Stunde, mit Löwinnen stolze fünf.

Die Spieler können solche zeitraubenden Schwätzchen verhindern – indem ihre gespielte Handkarte dieselbe Farbe aufweist wie das Tierplättchen, auf das sie gezogen sind. Am Anfang ist das pures Glück. Wenn es aber am ersten Tag nicht klappt, dann sollten sich die Spieler die aufgedeckten Karten merken, bevor sie wieder umgedreht werden. Und es beginnt ein neuer Tag. Fünf Tage haben sie Zeit, um Leo zum Friseur zu bringen.

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