Kunst oder Geschmacklosigkeit? Künstler spannen tote Katze auf Drohne und lassen sie fliegen

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Kunst oder Geschmacklosigkeit? Über die Katzendrohne lässt sich streiten. Foto: dpa/ epa/Allessandro della ValleKunst oder Geschmacklosigkeit? Über die Katzendrohne lässt sich streiten. Foto: dpa/ epa/Allessandro della Valle

Osnabrück . Kunst oder Geschmacklosigkeit? Zwei niederländische Künstler lassen tote Tiere fliegen: Bart Jansen und Arjen Beltman montieren Tierpräparate an Drohnen. Jetzt ließen sie auf dem Gelände des Naturhistorischen Museums in Bern eine Katze abheben.Über die Aktion wird in den Medien heftig gestritten.

An den vier ausgestreckten Beinen des Tieres befestigten sie Propeller. Mit weit aufgerissenen Augen segelte die getigerte Katze durch die Luft. Die Künstler haben unter anderem auch schon eine Ratte und einen Strauß zur Drohne umfunktioniert. Die Vorführung fand im Rahmen des „Mad Scientist Festival“ statt.

Auf die Frage, was ihn an diesen Tierdrohnen so fasziniere, sagte Bart Jansen der „Berner Zeitung“: „Grundsätzlich finde ich es faszinierend, Dinge zu erfinden, für die niemand einen Nutzen hat.“ Er möge unnütze Dinge – als Kontrast zu unserer Gesellschaft, die auf Fortschritt getrimmt sei.

Bei der Katze handelt es sich demnach um Jansens ehemalige Hauskatze, die er, dem Zeitungsbericht zufolge, „Orville“ nannte. Die Drohne bekam den Namen „Orvillecopter“.

Als die Katze von einem Auto überfahren wurde, lagerte Jansen das tote Tier nach eigenen Angaben zunächst im Gefrierfach. Bis zum Start des Projektes sei ein Jahr vergangen, und somit sei auch die Trauerzeit vorbei gewesen, sagte er der „Berner Zeitung“.

Die Namenswahl für die Katze war wohl nicht ganz zufällig: Orville Wright war ein US-amerikanischer Pionier der Luftfahrt und des Flugzeugbaus, der mit seinem Bruder Wilbur allgemein als Erfinder und Konstrukteur des ersten flugfähigen Motorflugzeugs, das am 17. Dezember 1903 abhob, angesehen wird.

Inzwischen arbeitet Jansen auch auf Bestellung und verwandelt für seine Kunden aus der ganzen Welt verstorbene Haustiere in Luftfahrzeuge. Als nächstes Projekt will er eine Kuh fliegen lassen. Der passende Kuh-Kadaver soll bereits an eine Gerberei geliefert worden sein.(mit dpa)



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