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Fest vom 12. bis 15. September 2015 Das müssen Sie über das Islamische Opferfest 2016 wissen

Von Christopher Bredow

Opferfest 2016: Vom 12. bis 15. September 2016 wird weltweit von Muslimen das Opferfest gefeiert. Es ist eines der höchsten Feste im Islam. Foto: imago/Depo PhotosOpferfest 2016: Vom 12. bis 15. September 2016 wird weltweit von Muslimen das Opferfest gefeiert. Es ist eines der höchsten Feste im Islam. Foto: imago/Depo Photos

Osnabrück. Opferfest 2016: Das Opferfest gehört im Islam zu den höchsten Feiertagen. Das Islamische Opferfest dauert vier Tage und findet in diesem Jahr vom 12. bis 15. September 2016 statt. Hier gibt es alles zum Termin und zur Bedeutung des Opferfestes.

Neben dem Fest unmittelbar nach dem Fastenmonat Ramadan hat in der islamischen Religion kein anderes Fest eine so große Bedeutung wie das Opferfest. Weltweit feiern Muslime vom 12. bis 15. September 2016 das Opferfest. Es wird als Höhepunkt des Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka, gefeiert. (Weiterlesen: 1,5 Milliarden Menschen feierten 2015 das Opferfest.)

Opferfest 2016: Die Bedeutung

In der arabischen Bezeichnung wird das Opferfest „Eid al-Ahda“ genannt. Es wird zu Ehren des Propheten Ibrahim gefeiert, der der muslimischen Überlieferung nach dazu bereit war, seinen eigenen Sohn Ismael Allah zu Ehren zu opfern. Allah hielt ihn demnach aber auf und teilte ihm mit, dass allein seine Bereitschaft zur Opferbringung schon genüge. In ihrer Dankbarkeit opferten Ibrahim und Ismael schließlich einen Widder. In Gedanken daran und an die Güte Allahs opfern Muslime auf der ganzen Welt zum Opferfest ein Tier. Je nach Region ist es oft ein Schaf. Auch Ziegen, Rinder, Kamele oder Wasserbüffel werden zum Teil geopfert. Zur Schlachtung gibt es bestimmte Riten. Manchmal gilt als Regel, dass ein Drittel des Fleisches vom Vater mit seiner Familie verzehrt und der Rest verschenkt wird, oft an ärmere Leute in der Umgebung.

Opferfest 2016: Der Termin

Aufgrund des islamischen Mondkalenders findet das Opferfest jährlich nicht am selben Termin statt. Das viertägige Fest wird in diesem Jahr vom 12. bis 15. September 2016 gefeiert. Am ersten Tag des Festes besuchen Muslime meist eine Moschee zu einem Festgebet mit Predigt. Im Sonnenkalender verschiebt sich das Opferfest pro Jahr meist um elf Tage nach hinten. Im nächsten Jahr findet das Fest demnach am 1. September 2017 statt. (Weiterlesen: Kommentar zum Nachholen von Feiertagen – alle Feiertage streichen.)

Rechtslage in Deutschland: Opferfest kein gesetzlicher Feiertag

Das Fastenbrechenfest hat im Islam eine ähnlich hohe Bedeutung wie das Opferfest. Auch Muslime in Deutschland feiern das Opferfest entsprechend. Ein gesetzlicher Feiertag ist das Islamische Opferfest nicht. Schüler muslimischen Glaubens haben hierzulande aber die Möglichkeit, sich durch schriftliche Meldung ihrer Eltern am ersten Tag des Opferfestes vom Unterricht befreien zu lassen. Arbeitnehmer können sich einen Tag Urlaub beantragen oder unbezahlten Urlaub nehmen.

Die rechtliche Lage in Deutschland sieht bei einer geplanten Schlachtung eines Opfertieres vor, das Vorhaben bei einem zuständigen Amtstierarzt anzumelden. Definitiv müssen in Deutschland lebende Bürger muslimischen Glaubens darauf achten, dass die Tiere vor ihrer Schlachtung betäubt werden. Eine Schlachtung ohne Betäubung (Schächten) ist nach deutscher Rechtslage grundsätzlich verboten. Aus religiösen Gründen können aber Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Eine Schächtung darf allerdings nur von einer sachkundigen Person in einem Schlachtbetrieb unter Aufsicht durch das Veterinäramt vorgenommen werden.


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