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Sternschnuppen Wann und wo lassen sich die Sternschnuppen am besten beobachten?

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Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über einer Landstraße. Sternschnuppen sind für Fotografen eine groe Herausforderung. Foto: Patrick Pleul/dpaEine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über einer Landstraße. Sternschnuppen sind für Fotografen eine groe Herausforderung. Foto: Patrick Pleul/dpa

Osnabrück. Nicht nur in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, sondern auch von Freitag auf Samstag wird es viele Sternschnuppen vom Himmel regnen. Das stellt der der Leiter des Planetariums am Schölerberg in Osnabrück Andreas Hänel klar. Zum zweiten Termin rechnet er zudem mit besseren Wetterbedingungen.

Das bestätigt auch wetter.online . In der Nacht zu Freitag, zeige sich das Wetter in vielen Regionen bewölkt, heißt es auf der Webseite. Besser sehe es da schon in den Nächten vor und nach dem Maximum aus. Am besten eigne sich wohl die Nacht zum Samstag. Auch in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag habe man aber gute Chancen ein paar Wünsche los zu werden. Bei Temperaturen unter zehn Grad sollte man sich dann aber warm einpacken.

Hänel bestätigt, dass für die Nacht von Donnerstag auf Freitag zwar mit einer etwas erhöhten Aktivität der Perseiden zu rechnen sei, das eigentliche Maximum an Sternschnuppen des Perseidenstroms werde aber am Freitag über Tag erwartet. Er gehe deshalb davon aus, dass die Zahl der Sternschnuppen in beiden Nächten etwa gleich sein werde.

Sternwarte öffnet

Bei klarem Himmel wird am Freitagabend die Sternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins auf dem Oldendorfer Berg bei Melle ab etwa 22.30 Uhr geöffnet sein, kündigte Hänel an. Wegen des zunehmenden Mondes in der ersten Nachthälfte seien die Sternschnuppen nämlich erst nach dessen Untergang gut zu beobachten. Das ist die Zeit ab 0 bis etwa 1 Uhr. „Ich schätze, wenn man 20 Sternschnuppen pro Stunde sieht, hat man schon einen guten Schnitt“, meint der Experte.

Tipps für Fotografen

Für Fotografen hat Hänel einige Tipps zur Hand: Auch sie sollten besser erst nach Monduntergang in Aktion treten. Die Kamera sollte dann auf ein Stativ gesetzt und kurzbrennweitige und lichtstarke Optik eingesetzt werden. Empfehlenswert seien Reihenbelichtungen mit langen Belichtungszeiten (30sec). Allzu viel Hoffnung auf einen wirklich guten Schuss macht der Experte den Hobbyfotografen aber nicht: „Die Erfolgsaussichten sind gering, mit Glück hat man bei 100 Aufnahmen vielleicht eine Sternschnuppe erwischt“, sagt Hänel.

Wohin mit dem Wohnmobil?

Natürlich lassen sich Sternschnuppen fernab der Zivilisation und ohne störende Lichter am besten beobachten. Wer zum Beispiel mit dem Wohnmobil die Freiheit nutzen will, in der Natur weitab von jeder künstlichen Lichtquelle zu campieren, kann das in Deutschland meist machen, berichtet Rent.easy. Er darf sein Wohnmobil abseits vom Campingplatz abstellen und fernab von Lichtquellen im Dunkel der Nacht den Sternenhimmel genießen – außer es gibt ein explizites Verbot. Hänel weist darauf hin, dass es in den Sternenparks Naturpark Westhavelland und Biosphärenreservat Rhöns pezielle Wohnmobil-Stellplätze zur Beobachtung des dunklen Sternhimmels gibt.

Wildes Campen

Das „wilde“ Campen beschränkt sich nach Angaben von Rent.easy in solchen Fällen aber auf eine Nacht, die circa zehn Stunden dauern darf. Camper tun außerdem gut daran, „campingähnliches Verhalten“ zu vermeiden. Damit ist beispielsweise das Herausdrehen der Markise oder das Aufstellen von Campingmöbeln gemeint. Auch in weiten Teilen Österreichs und Italiens können Wohnmobilreisende für eine Nacht auf Straßen und Parkplätzen außerhalb von Campingplätzen stehenbleiben.


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