Alltagsfragen rund um Olympia in Rio Was passiert, wenn das Olympische Feuer ausgeht?

Von Christian Satorius

Meine Nachrichten

Um das Thema Gut zu wissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Olympische Feuer ist eines der wichtigsten Symbole der Olympiade. Foto: dpaDas Olympische Feuer ist eines der wichtigsten Symbole der Olympiade. Foto: dpa

Hüde. Was passiert , wenn das Olympische Feuer ausgeht und was bedeuten die olympischen Ringe? Wir beantworten Alltagsfragen rund um Olympia in Brasilien.

Was passiert eigentlich, wenn das Olympische Feuer aus Versehen ausgeht?

Das Olympische Feuer ist eines der wichtigsten Symbole der Olympiade. Nur Sonnenstrahlen dürfen es entzünden, Streichhölzer oder gar Feuerzeuge sind absolut tabu. Da fragt sich natürlich: Und was ist, wenn es aus Versehen mal ausgeht oder die Sonne einfach nicht scheinen will? Gute Frage. Da das Olympische Feuer schon lange vor den Wettkämpfen entzündet wird – schließlich muss es ja erst noch in einem medienwirksamen Fackellauf von Griechenland aus zum Austragungsort der Olympiade getragen werden – bleibt auch noch reichlich Zeit, um auf einen richtig schönen Sonnentag zu warten. An einem solchen Tag wird dann eine Reserveflamme erzeugt, und zwar genau wie beim Olympischen Feuer selbst mittels Parabolspiegel. Danach wird die Flamme schnell in einer Sicherheitslampe verstaut. Sollte also an dem Tag, an dem die offizielle Zeremonie geplant ist, die Sonne einmal nicht scheinen, so kann man einfach auf die Reserveflamme in der Sicherheitslampe zurückgreifen. Aus dem gleichen Grund brauchen auch die Fackelträger keinen Taschenparabolspiegel einzustecken. Sollte die Flamme doch einmal aus Versehen verlöschen, steht mit der Reserveflamme ja immer noch eine Notbeleuchtung zur Verfügung.

Was bedeuten die Olympischen Ringe und deren Farben?

Auch die Olympischen Ringe sind symbolgeladen. Sie sind eine Erfindung Pierre de Coubertins, der die Wiederbelebung der Olympischen Spiele in der Neuzeit maßgeblich vorangetrieben hat. Dementsprechend weiß er auch am besten, was das Ganze soll: „Die Olympische Fahne ist weiß mit fünf ineinander verschlungenen Ringen in der Mitte: blau, gelb, schwarz, grün, rot. Sie stellt die fünf Erdteile dar, die der Olympismus vereint. Ihre sechs Farben nehmen jene aller Landesfahnen auf, die zu unserer Zeit im gesamten Universum wehen.“

Gibt es einen Unterschied zwischen Olympia und Olympiade?

Streng genommen benennt das Wort Olympiade eigentlich die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen. Dieser Zeitraum von insgesamt vier Jahren beginnt in dem Jahr, in dem die Olympischen Spiele stattfinden. Nichtsdestotrotz verwenden wir das Wort Olympiade heute als synonym für die Olympischen Spiele insgesamt. Olympia hingegen bezeichnet eigentlich das Heiligtum des Göttervaters Zeus auf der griechischen Insel Peloponnes, wo die Olympischen Spiele der Antike früher stattgefunden haben. Damals stand dort mit dem Zeus-Tempel der größte Tempel ganz Griechenlands.

Welcher Ball ist bei der Olympiade der schnellste?

Bei den Olympischen Spielen finden ja auch jede Menge Ballsportarten statt. Welcher dieser Bälle ist aber wohl der schnellste? Zum einen ist da natürlich der König aller Bälle, der Fußball. Da dieser aber aus Leder ist, groß und laut FIFA mindestens 410 Gramm schwer sein muss, dürfte klar sein: So richtig schnell wird er nicht. Bei etwa 120 Kilometern pro Stunde ist in der Regel Schluss. Rekordschüsse um die 200 km/h herum, wie der des Brasilianers Roberto Carlos (202 km/h) und seines Landsmannes Ronny (210,9 km/h) wurden inzwischen wissenschaftlich angezweifelt und auf Messungenauigkeiten zurückgeführt. Schneller kann auf jeden Fall ein Tennisball werden. Der Weltrekordball von Samuel Groth aus dem Jahr 2012 kam immerhin auf stolze 263,4 km/h. Ein Golfball ist noch schneller. Mit 349,38 km/h steht Ryan Winthers Golfschlag im Guiness-Buch der Weltrekorde. Nur ein einziger Ball kann das bei den Olympischen Spielen theoretisch noch toppen: der Badmintonball. Ganze 493 km/h erreichte Tan Boon Heongs Smash unter Laborbedingungen im Jahr 2013.

Warum heißt die Stadt Rio de Janeiro „Fluß des Januars“?

Am Neujahrstag des Jahres 1502 stieß die portugiesische Expedition Amerigo Vespuccis beim Erkunden Brasiliens auf die Guanabara-Bucht. Er ging allerdings davon aus, dass er hier eine romantische Flussmündung vor sich hatte und wusste nicht, dass dies in Wahrheit lediglich eine Bucht war. Was lag da an einem Neujahrstag also näher, als einen vermeintlichen Fluss „Fluss des Januars“ zu nennen? Naja, für Kreativität gab es damals wohl keine Punkte.

Gibt es im Amazonas Wale?

Im brasilianischen Amazonas, dem wasserreichsten Fluss der Erde, gibt es mit den bis zu drei Meter langen und bis zu 160 Kilogramm schweren Amazonasdelfinen tatsächlich Wale. Delfine sind nämlich nichts anderes als kleine Wale. Als echte Säugetiere verfügen sie über richtige Lungen und müssen dementsprechend auch ab und zu zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen. Da die Amazonasdelfine äußerst selten sind und durch Umweltverschmutzung, Staudammbau und sogar Bejagung vom Aussterben bedroht, kann sich jeder glücklich schätzen, der einen zu Gesicht bekommt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN