Sie läuft und läuft und läuft Hacker können Klospülung kontrollieren

Mit der Fernbedienung die Toilette spülen lassen. Foto:imagoMit der Fernbedienung die Toilette spülen lassen. Foto:imago

Osnabrück. Spätestens seit den Enthüllungen des Ex-NSA -Mitarbeiters Edward Snowdon wissen wir, dass unsere persönlichen Daten nicht mehr sicher sind. Nun hat die Sicherheitsfirma Trustwave Holdings festgestellt, dass Hacker unter Umständen selbst die Steuerung einer Toilettenschlüssel übernehmen können.

Nach Angaben des Unternehmens kann die Toilettenschüssel Satis der Firma Lixil über eine Android-App kontrolliert werden. Eine Sicherheitslücke erlaube den Zugriff für jeden. Der Hersteller hat den Angaben nach den Fehler gemacht, die Bluetooth-PIN in der Android-App so zu kodieren, dass jeder, der sich die App „My Satis“ herunterlädt und „0000“ eingibt, die eine Toilette des Herstellers steuern kann, berichtet die Technikseite Golem.de.

Mit der Fernbedienung lasse sich dann die Toilette spülen, der Deckel öffnen und schließen, das Bidet aktivieren oder der Düftsprüher einschalten. Auf Dauer könnte das Betätigen dieser Funktionen die Strom- und Wasser-Rechnung in die Höhe treiben, mahnt Trustwave.

Allerdings sei die Toilette nicht an das Internet angeschlossen, betont Golem.de. Ein Angreifer müsse daher in Reichweite des Bluetooth-Empfängers sein, um die automatischen Funktionen auszulösen. Bei rund 30 Metern dürfte der Personenkreis stark eingeschränkt sein.

Die Toilette Satis wird von Lixil hergestellt. Die japanische Firma verkauft die Schüssel je nach Ausstattung für 4.200 bis 5.700 US-Dollar. Wer will, kann Funktionen wie eine Beleuchtung, eine Musikanlage und automatische Reinigungsdüsen für die Toilette ordern.


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