Defekter Dichtungsring? Australien: 45 Menschen erleiden Verbrennungen durch Thermomix

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Der Thermomix TM31 hat in Australien bei 45 Menschen Verletzungen verursacht. Das Bild zeigt das Nachfolger-Modell TM5. Foto: dpaDer Thermomix TM31 hat in Australien bei 45 Menschen Verletzungen verursacht. Das Bild zeigt das Nachfolger-Modell TM5. Foto: dpa

Osnabrück. Die Küchenmaschine Thermomix ist in Australien in Verruf geraten. 45 Menschen haben sich Verbrennung durch das Gerät zugezogen, wie eine australische Verbraucherorganisation berichtet.

Insgesamt sind laut „The Choice“ bereits 87 Beschwerden über das Thermomix-Modell TM31 eingegangen. 45 Menschen hätten sich verletzt, 18 davon immerhin so schwer, dass sie medizinisch versorgt werden mussten. Demnach ist es zu den Verbrennungen gekommen, weil das Gerät Probleme beim Vermischen von heißen Flüssigkeiten bei hoher Geschwindigkeit habe. Grund sei ein Defekt am Dichtungsring in der Küchenmaschine. Auf Nachfrage habe sich „Thermomix Australia“ nach Angaben der Verbraucherorganisation nicht zu den Vorfällen geäußert. Allerdings, so teilte das Unternehmen mit, habe „die Sicherheit, das Wohlergehen und die Unterstützung unserer Kunden immer unsere höchste Priorität“.

Verbrennungen gab es auch in Deutschland

Tatsächlich sind Verbrennungen durch den Thermomix TM31 nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr warnte der Hersteller Vorwerk selbst vor Verbrühungen und Verbrennungen bei der Nutzung des Thermomix-Modells TM31. Auch damals waren die Probleme auf einen defekten Dichtungsring zurückzuführen. Auf seiner Internetseite schrieb das Unternehmen damals, dass der Dichtungsring „bei einigen wenigen“ Thermomix TM31 nicht einwandfrei funktioniere und ausgetauscht werden müsse. Ansonsten könne bei hoher Drehzahl heißes Mixgut aus dem Topf spritzen und zu Verbrennungen oder Verbrühungen führen. Betroffen waren in Deutschland Geräte aus dem Produktionszeitraum Oktober 2012 bis Mai 2014. Vorwerk hat den betroffenen Kunden damals automatisch und kostenlos einen neuen Dichtungsring für den Deckel zugeschickt.


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