Negativpreise für Datenkraken Digitalcourage: Big-Brother-Award geht an Verfassungsschutz

Der Big-Brother-Award. 
            

            

              
                Illustration: Heiko SuratDer Big-Brother-Award. Illustration: Heiko Surat

Bielefeld. Der Big-Brother-Award des Bielefelder Vereins Digitalcourage ist auch als „Oscar für Datenkraken“ bekannt. In diesem Jahr erhielt unter anderem der deutsche Verfassungsschutz den Preis. Ausgezeichnet wurden auch die die Kampagnenplattform change.org, die Generali Versicherung, die Berliner Verkehrsbetriebe BVG und das Social Dashboard von IBM.

Die Preisträger des Big-Brother-Award 2016 Verfassungsschutz Kampagnenplattform change.org Berliner Verkehrsbetriebe BVG Generali Versicherung Social Dashboard Der Preis wird an Firmen, Organisationen und Personen, die „in besonderer Wei

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Die Big-Brother-Awards

Die Big-Brother-Awards sind ein internationales Projekt: In bisher 19 Ländern wurden gefährliche Machenschaften für Menschen und Demokratie mit diesen Preisen ausgezeichnet und Datenkraken so an die Öffentlichkeit gezerrt.

Der Name der Awards ist George Orwells Roman 1984 entlehnt. Orwell erwartete bereits Ende der 40er-Jahre eine Gesellschaft, die unter der Totalüberwachung des Big Brother steht. Seine Vorstellung der Zukunft – ein Stiefel, der in ein Gesicht tritt – wurde zur Vorlage für die erste Statue, die in England als Award verliehen wurde.

Für die deutschen Big-Brother-Awards hat der Künstler Peter Sommer eine neue Skulptur entworfen. Sommer lebt heute in Oerlinghausen. Orwells Vision der brutalen Unterdrückung in einem totalitären Staat wurde ersetzt durch eine Statue, die künstlerisch ein Gesprächsangebot symbolisiert: Die unterdrückte Figur kann sich von ihren Fesseln befreien.

Bisher wurde die Statue nur dreimal in Empfang genommen: von der Telekom, von Microsoft und vom Zensus. Einige Statuen wurden aber auch nachträglich überreicht oder den Leuten in Form eines gerahmten Bildes hinterhergetragen.

(Digitalcourage)

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