zuletzt aktualisiert vor

Muttertag am 8. Mai Muttertag 2016: Acht Fakten zum Muttertag

Muttertag 2016: Ist der Muttertag eine Erfindung der Nazis oder der Blumenverkäufer? Nicht wirklich. Foto: Patrick Lux, dpaMuttertag 2016: Ist der Muttertag eine Erfindung der Nazis oder der Blumenverkäufer? Nicht wirklich. Foto: Patrick Lux, dpa

Osnabrück. Am 8. Mai ist Muttertag 2016. Warum wird der Muttertag gefeiert? Ist der Ehrentag für die Mütter tatsächlich eine Erfindung der Nazis oder der Floristen? Acht Fakten zum Tag der Muttis.

Der Muttertag 2016 steht vor der Tür. Seit Jahren werden an diesem Tag Mütter mit kleinen und großen Aufmerksamkeiten beschenkt. Doch woher kommt der Muttertag eigentlich? Sollte man den Muttertag 2016 lieber ignorieren, weil angeblich die Nazis diesen Tag ins Leben gerufen haben? Oder geht man an diesem Tag einer Erfindung der Blumenindustrie voll auf den Leim?

Muttertag 2016: Acht Fakten zum Muttertag

  • Im Mai 1908 wird der „Mother‘s Day“ in den USA erstmals mit einem Gottesdienst gefeiert. Ins Leben gerufen haben ihn Anna Jarvis und ein Pfarrer. Jarvis hatte 1907 ihrer verstorbenen Mutter gedacht und war dabei auf die Idee gekommen, den Ehrentag der Mütter fest zu verankern und als Geste Blumen zu verschenken. Jarvis gilt als Erfinderin des Muttertags, so wie er heute begangen wird.

  • 1914 erklärt US-Präsident Woodrow Wilson den Muttertag zum offiziellen Feiertag. Seit zwei Jahren wird der Muttertag in den USA, Kanada, China und Japan gefeiert.

  • Am 13. Mai 1923 wird der erste Muttertag in Deutschland begangen. Vorangegangen war eine Initiative des „Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber“, der 1922 für den Tag geworben hatte.
  • 1933 erklären die Nazis den Muttertag zum Feiertag. Nach dem Zweiten Weltkrieg feiert die BRD den Muttertag wieder ab 1950, die DDR begeht stattdessen ab 1946 den Internationalen Frauentag am 8. März. Gesetzliche Feiertage sind beide Termine nicht mehr.

  • Bis heute ist der Muttertag kein Feiertag. Das kommerzielle Interesse äußert sich auch darin, dass die Floristenverbände den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt haben.

  • In den USA ist der Muttertag aus kommerzieller Sicht einer der wichtigsten Feiertage. Nur an Weihnachten geben die Amerikaner mehr Geld für Geschenke aus. 2007 haben die Amerikaner durchschnittlich 139 Dollar (rund 100 Euro) für Muttertagsgeschenke ausgegeben. Im gleichen Jahr haben Mütter in Deutschland Geschenke im Wert von 25 Euro bekommen, so der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels.

  • Anna Jarvis, die „Mutter des Muttertages“, ist wegen der kommerziellen Entwicklung des Tages schon früh zur Gegnerin des von ihr ins Leben gerufenen Ehrentages geworden. Sie setzte sich sogar für die Abschaffung des Muttertages ein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN