Vor allem rote Stifte betroffen Öko-Test: Krebserregende Bestandteile in Kinderkreide

Straßenmalkreide ist nicht immer harmlos. Manche Produkte enthalten krebserregnde Inhaltsstoffe. Foto: imago/blickwinkelStraßenmalkreide ist nicht immer harmlos. Manche Produkte enthalten krebserregnde Inhaltsstoffe. Foto: imago/blickwinkel

Osnabrück. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat Straßenmalkreide für Kinder getestet. Von den 16 geprüften Produkten sind zehn durchgefallen – unter anderem wegen krebserregender Farbstoffe.

Straßenmalkreide ist bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt. Kinder haben Spaß daran, Straßen oder Einfahrten mithilfe der bunten Stifte zu verzieren. Eltern freuen sich über eine günstige und sinnvolle Beschäftigung ihrer Kinder. Doch wie das Verbrauchermagazin Öko-Test berichtet, ist Straßenmalkreide nicht so harmlos, wie es scheint. (Weiterlesen: Sammelklage gegen Lippenpflegehersteller Eos)

Erhöhte Mengen 2,4-Toluylendiamin

Von den 16 im Labor geprüften Kreidesets fielen zehn durch. „Nur in sechs der getesteten Kinderkreiden fanden wir keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Nur sie können wir mit Bestnote empfehlen“, schreibt Öko-Test. Auffällig fanden die Tester, dass das Labor jeweils nur in dem roten Kreidestift der Sets erhöhte Mengen 2,4-Toluylendiamin fanden. Diese sogenannten primären aromatischen Amine (paA) sind nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung krebserzeugend. Experten empfehlen daher, Kinder einfach mit weißer Kreide auf der Straße malen zu lassen. Die seien gesundheitlich unbedenklich und würden völlig ausreichen, um einen Kontrast auf dunklem Untergrund zu erzeugen. Darum gehe es Kindern nämlich primär beim Malen auf der Straße.


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