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Uhrumstellung 2018 Zeitumstellung 2018: Wann wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt?

Von Jörg Sanders und Christopher Bredow

Zeitumstellung 2017: In der Nacht vom 25. auf den 26. März 2017 werden die Uhren umgestellt. Alles Wissenswerte zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2017 in Deutschland. Foto: dpaZeitumstellung 2017: In der Nacht vom 25. auf den 26. März 2017 werden die Uhren umgestellt. Alles Wissenswerte zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2017 in Deutschland. Foto: dpa 

Osnabrück. Zeitumstellung 2018: Im März werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Hier gibt es alles Wissenswerte zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2018.

Zwei Mal im Jahr stellen sich die Menschen diese Frage: Wann ist die Zeitumstellung? Ende März ist es wieder so weit. Am 25. März 2018 beginnt die Sommerzeit. Bei der Zeitumstellung wird die Uhr um eine Stunde von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Damit fehlt in der Nacht vom 24. auf den 25. März 2018 eine Stunde. Nach der Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2018 bleibt es morgens also wieder eine Stunde länger dunkel, dafür ist es abends eine Stunde länger hell. (Weiterlesen: Mehrheit gegen Zeitumstellung wächst.)

Zeitumstellung 2018: Wann beginnt die Sommerzeit?

Die Zeitumstellung am 25. März 2018 wird erneut vielen Menschen zu schaffen machen. Einer Umfrage aus dem Jahr 2014 zufolge leidet jeder Vierte unter der Zeitumstellung – vor allem Berufstätige. 71 Prozent der Befragten gaben damals an, die Zeitumstellung auf Sommerzeit für überflüssig zu halten. Die fehlende Stunde kriegen sie aber wieder; doch das erfordert Geduld: Erst am 29. Oktober 2018 beginnt die Winterzeit und die Uhren werden zurückgestellt, von 3 auf 2 Uhr. (Weiterlesen: Zeitumstellung erhöht Risiko für Schlaganfall.)

Sommerzeit 2018: Was bringt die Zeitumstellung?

Durch die bessere Ausnutzung des Tageslichts in der Sommerzeit soll Energie eingespart werden. Allerdings bezweifeln Experten den Effekt, etwa der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Er könne seit Jahren keine Sparwirkung erkennen. Ohnehin mache der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der deutschen Haushalte nur rund acht Prozent aus, Energiesparlampen würden diesen Wert reduzieren. (Weiterlesen: Wann ist der kalendarische Frühlingsanfang?)

Die erste Zeitumstellung auf Sommerzeit erfolgte in Deutschland im Jahr 1916. Danach wurde sie gelegentlich abgeschafft und wieder eingeführt. Seit 1980 wurde sie in Deutschland endgültig festgelegt. Sie gilt seit 1996 für die gesamte EU. Frankreich war das erste mitteleuropäische Land, das die Sommerzeit 1976 nach der Ölkrise (1973) eingeführt hatte. (Weiterlesen: Seit einem Jahrhundert werden die Uhren umgestellt.)

Wie kann man sich die Zeitumstellung 2018 merken?

Nicht nur die Frage nach dem „Wann“, sondern auch die Frage nach dem „Wie“ stellen sich viele Menschen, wenn es um die Zeitumstellung geht. Es gibt einige hilfreiche Merksätze, um sich die Richtung der Zeitumstellung auf die Sommer- und Winterzeit zu merken.

Merksätze zur Zeitumstellung:

  • „Immer zum Sommer hin.“ Also im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
  • „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“ – im Frühjahr plus, im Winter Minus.
  • „Früher aufstehen im Frühjahr“, denn die Uhr wird vorgestellt und die Schlafzeit verringert sich um eine Stunde.
  • „Im Winter gibt es Winterschlaf.“ Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.
  • „Spring forward, fall back.“ Im Frühling (spring) den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (fall) eine Stunde zurück.

Gut zu wissen: Sieben Fakten zur Uhrumstellung auf Sommerzeit 2018

  • Schlafstörungen: Vor allem Spätaufsteher, die sogenannten Eulen, leiden unmittelbar nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit unter Schlafstörungen. Sie orientieren sich einer Studie der Universität München zufolge noch wochenlang an der Winterzeit und können sogar Depressionen entwickeln.
  • Kühe geben weniger Milch: In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist es möglich, dass Kühe weniger Milch geben. Wenn die Sommerzeit 2018 am 25. März beginnt, haben die Kühe eine Stunde weniger Zeit, Milch zu produzieren. Einige Bauern gleichen die Verluste durch die Zeitumstellung durch angepasste Melkzeiten vor der Uhrenumstellung auf Sommerzeit jedoch aus.
  • In der Luft gibt es keine Sommerzeit: Die Luftfahrtgesellschaften nutzen für eine einheitliche Koordinierung der weltweiten Flüge nur eine Zeit, die UTC oder Greenwich Mean Time. Dadurch kommt es zu keinen Problemen bei bei Start- und Landezeiten. Auf dem Boden ist das anders. Deshalb müssen Fluggäste nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit 2018 trotzdem darauf achten, rechtzeitig am Flughafen zu sein.
  • Auch Bahnreisen unkomliziert: Auch für die Reise auf Schienen ist die Umstellung auf die Sommerzeit vergleichsweise einfach. Nach 1.59 Uhr springt die Uhr direkt auf 3 Uhr. S-Bahnen, die in der fehlenden Stunde fahren würden, fallen unbemerkt aus. Der Aufenthalt von Nachtzügen in Bahnhöfen wird einfach um eine Stunde gekürzt. Falls das nicht möglich ist, erreichen die Züge ihr Ziel am Tag nach der Zeitumstellung eine Stunde später.
  • Nur sehr geringe Mengen Srom gespart: Studien des Büros für Technikfolgenabschätzungen und Systemanalyse zeigen, dass die Stromeinsparung durch die Sommerzeit nur rund 0,2 Prozent beträgt.
  • Nach Zeitumstellung mehr Wildunfälle: Jäger und Naturschutzverbände warnen davor, dass es in der Zeit nach der Umstellung auf Sommerzeit vermehrt zu Wildunfällen kommen kann. Die Zeit des Berufsverkehrs fällt dann wieder mit der aktivsten Zeit der Tiere zusammen. Mehr Tiere kreuzen zu dieser Zeit die Straße. Es gilt also, besonders wachsam zu sein.
  • Auswirkungen für Deutschland vergleichsweise gering: Die Fläche, die für die die Mitteleuropäische Sommerzeit gilt, erstreckt sich über 35 Breitengrade. Deutschland befindet sich nahe des Zentrums dieser Zeit. Die Auswirkungen der Zeitumstellung sind daher relativ gering. Spanien dagegen befindet sich am Rand dieser Zone. Im Hochsommer geht die Sonne dort deshalb erst um etwa 7 Uhr auf.