Surface Pro 4 Test Microsofts Surface Pro 4 ist das bessere iPad Pro

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Osnabrück. Das Microsoft Surface Pro 4 ist das derzeit beste 2-in-1-Gerät auf dem Markt und schlägt das iPad Pro recht locker. Ein Laptop-Ersatz ist das Tablet mit Anstecktastatur aber nicht – weil ein Grundproblem weiter besteht. Das Microsoft Surface Pro 4 im Test.

Microsoft Surface Pro 4 Neuerungen:

  • größerer Bildschirm mit höherer Auflösung (2736 x 1824 Pixel) bei gleichgroßem Gehäuse
  • Windows 10 Pro ist installiert
  • Magnete am Gehäuserand halten den Surface-Stift bei Nichtgebrauch
  • Neue Prozessoren der Skylake-Generation
  • Bessere Rückkamera
  • Preise ab rund 1000 Euro
  • Optionale Anstecktastatur verbessert.

Das Surface ist mittlerweile eine echte Bank in Mircosofts Produktlinie. Auch bei Apple hat man eingesehen, dass das Konzept eines großen Tablets mit Anstecktastatur ein durchaus brauchbares Konzept ist, und hat deshalb mit dem iPad Pro nachgezogen. (iPad Pro Test: Hätte Apple doch mehr von Microsoft gelernt)

Surface 4 Pro: Start mit Problemen

Da passte es gar nicht ins Bild, dass der Start des Microsoft Surface Pro 4 gründlich in die Hose ging: Viele Nutzer klagten über flackernde Bildschirme, viel zu kurze Akkulaufzeiten und Probleme mit Zubehör. Microsoft entschuldigte sich sogar öffentlich für die Probleme und legte zusammen mit Hardware-Partnern Updates nach.

Optik: Surface Pro 3 oder 4?

Optisch unterscheidet sich das Microsoft Surface Pro 4 kaum vom Vorgänger, dem Surface Pro 3. Auf der Vorderseite ist die Windows-Taste verschwunden, auf der Rückseite ist der Surface-Schriftzug einem Windows-Logo gewichen.

Surface Pro 4: Bildschirm größer, spiegelt aber

Schön: Trotz des gleichen Formfaktors ist der Bildschirm von 12 auf 12,3 Zoll gewachsen, dem dünneren Rand sei dank. Das Display des Microsoft Surface Pro 4 ist hell, knackig scharf und zeigt kräftige Farben. Leider spiegelt es jede Lichtquelle zurück. Nicht spürbar: Unser Surface Pro 4 ist mit 786 Gramm 14 Gram leichter als das Pro 3 (800 Gramm). (Viel leichter: Das iPad Air 2 im Test)

Surface ohne Type-Cover

Im Gegensatz zum iPad Pro hat das Microsoft Surface Pro 4 einen USB-3.0- und einen Mini-Display-Anschluss sowie einen microSD-Kartenleser. Auch der überarbeitete Surface-Stift gehört zum Lieferumfang, der nun (endlich) dank Magneten am Gehäuse haftet, wenn Nutzer ihn gerade nicht brauchen. Die Anstecktastatur Type-Cover müssen Kunden für rund 110 Euro jedoch dazu kaufen. Erst dadurch wird das Microsoft Surface Pro 4 jedoch, wie von Microsoft angedacht, zum Laptop-Ersatz. (Im Test: Lenovo-Tablet von Ashton Kutcher mit Beamer)

Surface Type-Cover deutlich verbessert

Zwar passt auch die Anstecktastatur des Vorgängers an das Surface Pro 4, doch das neue Type-Cover hat klare Vorteile: Die größeren Abstände zwischen den Tasten und das deutlich größere Trackpad machen auch längeres Arbeiten deutlich angenehmer. Nach wie vor in Ordnung ist das Arbeiten auf dem Schoß (dem „Lap“), was vor allem am stufenlos verstellbaren Stand des Surface Pro 4 liegt. Auch das macht Microsoft übrigens besser als Apple beim iPad Pro.

Surface Pro 4 ist ein Arbeitsmaschine

Dass Nutzer mit dem Microsoft Surface Pro 4 produktiv arbeiten können, liegt zum einen an der verbauten Hardware (neue Intel-Prozessoren, schneller SSD-Speicher) und am Betriebssystem. Denn während Apple das iPad Pro mit seinem mobilen Betriebssystem iOS ausliefert, arbeitet auf dem Microsoft Surface Pro 4 das vollwertige Windows 10 Pro. (Weiterlesen: Windows 10 wird ab sofort ungefragt geladen)

Fazit: Sehr gut, aber Grundproblem ungelöst

Ja, das Microsoft Surface Pro 4 ist das derzeit beste 2-in-1-Gerät auf dem Markt – noch vor dem Apple iPad Pro. Es ist sehr gut verarbeitet und muss sich bei der Leistung vor keinem Laptop verstecken – denn es ist ein vollwertiger PC mit Windows 10. Aber auch mit dem Surface Pro 4 löst Microsoft das größe Problem dieser Geräteklasse nicht: den Preis.

In der Standardausstattung kostet das Surface Pro 4 rund 1000 Euro, unser Testmodell, mit besserem Prozessor, mehr SSD- und Arbeitsspeicher, kostet sogar rund 1350 Euro – jeweils ohne Anstecktastatur, für die noch mal 100 Euro anfallen. Bleibt die Frage, warum Nutzer statt eines ordentlich ausgestatteten Laptops einen doppelt so teureren Laptop-Ersatz kaufen sollen. Wenn Interessenten nur ein Gerät fürs Web, Office-Aufgaben und Medienkonsum brauchen, kommen sie mit einem ordentlichen Windows-Laptop deutlich günstiger davon. (Testduell: iPhone 6 gegen iPhone 6S)


Unser Surface Pro 4 Testgerät:

Bildschirm: 12,3 Zoll (2736 x 1824 Pixel; 267 ppi)

Prozessor: Intel Core i5 der 6. Generation

Arbeitsspeicher: 8 Gigabyte

Speicher: 256 SSD

Grafik: Intel HD 520

Kameras: 5- Megapixel-HD-Frontkamera, 8-Megapixel-Rückkamera mit Autofokus

Betriebssystem: Windows 10 Pro

Akku: Bis zu neun Stunden

Verbindung: 802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 4.0

Anschlüsse: USB 3.0, microSD, Kopfhörerbuchse, Mini-DisplayPort

Abmessungen: 292.10mm x 201.42mm x 8.45mm

Gewicht: 786 Gramm

Sonstiges: Stereomikrofone, Stereolautsprecher

Preis: 1449 Euro (ohne Tastatur)

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