Teil 4: Wissen zum Star Wars 7-Film Kommt Luke Skywalkers Hand aus einem 3-D-Drucker?

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Diese kostengünstige und sehr leichte Handprothese wurde in den USA entwickelt. Foto: Imago/ZumaDiese kostengünstige und sehr leichte Handprothese wurde in den USA entwickelt. Foto: Imago/Zuma

Osnabrück. In dem Film „Das Imperium schlägt zurück“ der Star Wars –Saga verliert Luke Skywalker bei einem Lichtschwertduell mit Darth Vader seine Hand. Der Medi-Droide 2-1B kann sie zum Glück durch eine robotische Hand ersetzen. In „Das Erwachen der Macht“ scheint Luke aber schon wieder eine andere Hand zu haben. Gibt es an Bord der Star Wars-Raumschiffe vielleicht einen 3 –D-Drucker?

Auch auf Erden gewinnen Prothesen aus dem 3D-Drucker zunehmend an Bedeutung. Und die „gedruckten“ mechanischen und elektronischen Körperteile werden immer alltagstauglicher. Der Begriff „Drucken“ darf in diesem Zusammenhang aber nicht falsch verstanden werden. Er hat nichts aber auch gar nichts mit Papier und Tinte zu tun. Stattdessen wird ein Material, meist eine Art Kunststoff, erhitzt und von einer Düse Schicht für Schicht auf eine Druckplatte aufgetragen. (Ist Luke Skywalker Kylo Ren? Zur Spoiler-freien„Star Wars VII“-Kritik)

Preisgünstig

Während die herkömmliche Produktion von Prothesen sehr kostenaufwändig ist, ermöglichen 3D-Drucker eine preisgünstige Realisierung von individuell angepassten künstlichen Körperteilen. Das ist vor allem bei Kindern im Wachstum wichtig, die die Prothese immer wieder erneuern müssen. In Dritte Welt-Staaten eröffnet es auch ärmeren Menschen die Möglichkeit, eine Prothese zu bekommen.

Crowdfunding

Als der Südafrikaner Richard Van As im Jahr 2011 bei einem Arbeitsunfall die Finger seiner rechten Hand verlor, konnte er sich eine professionelle Prothese nicht leisten. Da kam er auf die Idee, sich einen Ersatz mittels 3-D-Drucker selbst zu bauen. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion entwickelte er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Iwan Owen die ersten Hände aus dem 3D-Drucker und gründete das Projekt Robothand. Inzwischen werden weltweit vom Knie bis zum Kinn immer bessere Prothesen und andere „Ersatzteile“ für Menschen entwickelt und „gedruckt“.

Auch auf der International Space Station (ISS) Raumstation gibt es übrigens seit einigen Monaten einen 3- D-Drucker. Und auch er nutzt das Verfahren der Schmelzschichtung. Der Testdruck funktionierte: „Made in Space“ - hergestellt im Weltraum, lautet die Botschaft auf einem kleinen „gedruckten“ Plastikschild. Es war der erste 3-D-Druck in der Schwerelosigkeit des Weltraums.

Anlieferzeiten

Die Vision ist aber, dass die Besatzung auf der ISS irgendwann einmal Ersatzteile verschiedenster Art mit Hilfe eines 3-D-Druckers selbst herstellen kann. Die langen Anlieferzeiten für die Teile von der Erde würden dann entfallen.

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