16. November 2015 Martin Rütter – der Mann für alle Felle in Osnabrück

Von Carola Alge

Hundeprofi Martin Rütter hat Melanie Hofmann ausgebildet. In Osnabrück bietet sie in einem seiner D.O.G.S.-Zentren Training für Mensch und Hund an. Foto: D.O.G.S.-ZentrumHundeprofi Martin Rütter hat Melanie Hofmann ausgebildet. In Osnabrück bietet sie in einem seiner D.O.G.S.-Zentren Training für Mensch und Hund an. Foto: D.O.G.S.-Zentrum

Osnabrück. Hundeprofi Martin Rütter kommt als Nachhilfelehrer nach Osnabrück. „nachSITZen“ heißt sein aktuelles Programm, in dem er am 16. November 2015 in der OsnabrückHalle Zwei- und Vierbeinern Tipps gibt.

Mit einem Infostand ist am Rande der Liveshow Melanie Hoffmann vertreten. Die gebürtige Warendorferin, die seit 20 Jahren in Osnabrück lebt, lernte bei Martin Rütter. Von seinen Trainingsmethoden ist sie so angetan, dass sie in Osnabrück ein weiteres der Rütter-D.O.G.S.-Zentren eröffnete.

Mit Mitteln der Tierpsychologie will sie den Menschen helfen, ihre Vierbeiner besser zu verstehen, sie individuell, partnerschaftlich und leise zu trainieren. Sie absolvierte dazu ein 100 Tage umfassendes Studium in Bonn.

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Mit Rütters D.O.G.S. hat die einstige nebenberufliche Fitnesstrainerin und Theaterleiterin des CineStar in Osnabrück, die ihr Zuhause mit vier Hunden und vier Katzen teilt, genau das gefunden, was sie immer gesucht hat: „Ein Ausbildungssystem für Menschen und Hund, das ganz ohne Gewalt, lautes Gebrüll oder Zwang arbeitet.“

In der Regel ist Melanie Hofmann mobil in der Umgebung unterwegs. „Hausbesuche sind sinnvoll, um das Zusammenleben von Mensch und Hund im ganz normalen Alltag zu beobachten.“ Normalerweise wird deshalb in der gewohnten Umgebung trainiert, um problematische Situationen schneller zu erkennen und daran zu arbeiten.

Ursachen erkennen

Hofmann möchte nicht nur Symptome angehen, sondern die Ursachen für das Verhalten des Hundes erkennen und anschließend individuell einen Trainingsplan für das Mensch-Hund-Team erstellen. Auf der Suche nach einer entsprechenden Philosophie des Hundetrainings begegnete sie Martin Rütter bei einem seiner Seminare. Sie war verblüfft und angetan, „wie sehr sich die Inhalte seines Vortrags und die Alltagssituationen bei mir zu Hause überschnitten“.

Sie begann eine entsprechende Ausbildung zum Martin-Rütter-D.O.G.S.-Coach, die fast beendet ist. Das dort vermittelte Wissen dann endlich weiterzugeben, darauf freute sich die Tierfreundin. Oft wünsche sich der Mensch, dass sein Hund jedes Wort versteht. Dabei vergesse er, dass gerade beim Hundetraining die Körpersprache extrem wichtig sei. „Hunde kommunizieren untereinander sehr fein, zum Beispiel über kleinste Veränderung ihrer Körperhaltung wie Gewichtsverlagerung, kurzen Blick oder die gezielte Anspannung verschiedener Muskelgruppen.“ Während ihrer Ausbildung lernte Hofmann , dass man durch aufmerksames Beobachten das Verhalten unserer Hunde besser einschätzen und damit besser verstehen könne. Oft seien gerade die kleinen Missverständnisse in der Kommunikation ausschlaggebend für ein vermeintliches Problem, das der Vierbeiner zeige. Hier bewusst die Körpersprache einzusetzen sei für den Hund verständlich und werde zu einem harmonischen Miteinander helfen.

Partnerschaftlich und leise

Entsprechend sind die Trainingsinhalte und vor allem die Art, sie zu vermitteln. „D.O.G.S. ist individuell, partnerschaftlich und leise“, betont Hofmann. Ihr Wissen will die Besitzerin eines Jack-Russell-Terriers, einer Dobermannhündin, einer französischen Bulldoge und einer Vizlar-Ridgeback-Mix-Hündin auch bei Themenabenden und Seminaren vermitteln. Ihr Motto: „Ein Hund ist für mich ein treuer Gefährte mit einem echt dicken Fell.“

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In seinem aktuellen Live-Programm „nach-SITZen“ öffnet Martin Rütter die Tür zum bellenden Klassenzimmer. Der Mann für alle Felle bittet zum tierischmenschlichen Nachhilfeunterricht. Er wird darin Fragen wie diesen nachgehen: „Kann es sein, dass mein Hund Burn-out hat?“, „Leidet mein Hund tatsächlich an ADHS? Oder ist er vielleicht hochbegabt?“

Rütter durchschaut Spielchen der Vierbeiner

Rütter durchschaut die Spielchen der Vierbeiner und erkennt die Schwächen der Zweibeiner. Er widmet sich der alltäglichen Zerreißprobe, wenn der Hund wieder an der Leine zieht – und an den Nerven seines Menschen zerrt. In seinem neuen Live-Programm „nachSITZen“ lädt Martin Rütter zum ganz speziellen Herrchen- und Frauchen-Sprechtag.


Martin Rütter wurde am 22. Juni 1970 in Duisburg geboren. Nach seinem Studium der Sportwissenschaft belegte der einen Fernlehrgang zum Tierpsychologen an der Schweizer Akademie für Tiernaturheilkunde ATN. Ab 1995 schult er in seinem ersten Zentrum für Menschen mit Hund selbst Tierhalter und ihre Hunde – nach seiner eigenen Methode D.O.G.S. Inzwischen existiert ein Netzwerk mit über 85 D.O.G.S.-Hundeschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Fernsehen kam er über Bettina Böttinger, die mit ihm die Reihe „Eine Couch für alle Felle“ für den WDR produzierte; später übernahm Rütter ein Ratgeberformat im ZDF. Seit 2008 ist er bei Vox, wo er als „Hundeprofi“ in immer neuen Formaten das Verhältnis von Mensch und Tier thematisiert. Parallel dazu tourt er als Herr-und-Hund-Unterhalter durch Deutschland, wobei er mehr als eine Million Karten verkauft hat. Rütter ist Vater von vier Kindern, Herrchen der Rhodesian-Richback-Hündin Abbey sowie der Mischlings-Hündin Emma und lebt mit seiner Freundin in der Nähe von Köln. cw

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