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Shedun, Shuanet, Shiftybug Gefährliche Android-Schadsoftware: Oft hilft nur neues Gerät

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Shedun, Shuanet, Shiftybug: Diese Android-Schadsoftware nistet sich so tief in Android ein, dass Nutzer sie kaum entfernen können. Dann hilft nur noch ein neues Gerät. Foto: dpaShedun, Shuanet, Shiftybug: Diese Android-Schadsoftware nistet sich so tief in Android ein, dass Nutzer sie kaum entfernen können. Dann hilft nur noch ein neues Gerät. Foto: dpa

Osnabrück. Die Familie der Android-Schadsoftware „Shedun“, „Shuanet“ und „Shiftybug“ nistet sich so tief in Android ein, dass Nutzer sie nicht mehr entfernen können. Einzige Lösung: Ein neues Gerät kaufen.

So eine Schadsoftware-Familie für Android gab es noch nie: „Shedun“, „Shuanet“ und „Shiftybug“ sind laut Aussage der US-Sicherheitsexperten von Lookout „nahezu unmöglich zu entfernen“, sodass sich Betroffene in der Regel ein neues Gerät kaufen sollten.

Geklonte Apps von Facebook, WhatsApp und Twitter

Die Schadcodes sind in mehr als 20000 geklonten Programmen versteckt, die sich als Apps von Facebook, WhatsApp, Snapchat, Twitter, GoogleNow und Candy Crush ausgeben. Im Gegensatz zu herkömmlicher Schadsoftware würde würde diese Familie nicht mit auffälligen Aufklappfenstern oder Warnhinweisen aus sich aufmerksam machen, sondern still und im Hintergrund ans Werk gehen. (Im Test: Google Nexus 6)

Android-Schadsoftware kaum zu entfernen

Direkt nach der Installation der verseuchten Apps nisten sich die Schadprogramme im Systemkern als Systemprogramm ein. Nur Profis könnten die Schadsoftware entfernen, in den meisten Fällen müssten betroffene Nutzer ein neues Gerät kaufen, so die Sicherheitsexperten. Das Wiederherstellen in den Auslieferungszustand würde das Problem nicht lösen.

Google Play Store nicht betroffen

Die meisten mit Shedun und Co. infizierten Geräte kämen aus den USA, Deutschland, dem Iran und Russland. Die geklonten, verseuchten Apps hätten die Betroffenen über alternative Appstores heruntergeladen. Die offiziellen Apps aus dem Google Play Store seien nicht betroffen, so Lookout. Die einzige Vorsichtsmaßnahme gegen Shedun: Nutzer sollen Apps nur aus dem Google Play Store laden.

Im vergangenen Sommer hatte die Sicherheitslücke „Stagefright“ für Aufsehen gesorgt, von der 95 Prozent aller Android-Geräte betroffen waren und sind. (Weiterlesen: iPhone 6S gegen iPhone 6 im Duell)


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