Filme für die Schwangerschaft 14 perfekte Filme für Schwangere und ihre Partner


Osnabrück. Schwangere Frauen und ihre mitschwangeren Partner gucken anders: Die Hormone sorgen für Gefühligkeit, man will keine Kinder in Gefahr sehen und wenn doch, soll es am Ende bitte gut ausgehen. Nachdenken ist trotzdem erwünscht. Daher nun unsere selbstgetestete Auswahl der perfekten Filme für die Schwangerschaft. Aber Achtung: Spoiler!

14 Filme für neun Monate: Eine Auflistung lustiger, sentimentaler und spannender Filme, die bei werdenden Eltern kein Trauma verursachen. (So wie diese hier: Diese Filme sollten Schwangere auf gar keinen Fall sehen!)

Aber Achtung: Spoiler!

„Babys“: Ob in der Steppe oder Großstadt: Groß werden sie alle. Diese tröstliche Botschaft vermittelt der französische Dokumentarfilm von 2010, der vier Kinder aus verschiedenen Regionen der Erde in ihrem ersten Lebensjahr zeigt. Und egal, ob es sich dabei um Mari aus Japan, Ponijao aus Namibia, Bayar aus der Mongolei oder Hattie aus den USA handelt: Geliebt werden sie alle. Hach.

„Away We Go – Auf nach Irgendwo“: Irgendwie sind sie auf eine sympathische Art verloren, die zwei Thirtysomethings Burt und Verona, die drei Monate vor der Geburt ihres ersten Kindes durch die USA reisen, um sowohl Erziehungsvorbilder zu finden, wie auch einen Ort für ihre Familie. Dabei treffen sie auf unglückliche Spießer, einen verlassenen Vater, eine durchgeknallte Esoterik-Mami und traurige Adoptiveltern. Sam Mendes Film von 2009 ist klug, lustig und schön sentimental, ohne dass es vom Bildschirm zuckert.

„Juno“: Ist eine ungewollte Schwangerschaft bei einem Teenager Stoff für eine großartige Komödie? Ja, wie „Juno“ aus dem Jahr 2007 zeigt. Der Film erzählt die Geschichte der 16-jährigen Juno (Ellen Page), die nach dem „ersten Mal“ mit ihrem Mitschüler Paulie schwanger wird. Anstatt in Depressionen zu verfallen, beschließt sie, das Kind zur Adoption freizugeben. Am Ende geht es dann doch etwas ans Herz, aber warum auch nicht? Wenn vorm Fernsehen heulen, dann doch in der Schwangerschaft! 

„Beim ersten Mal“: Angehende Karrierefrau und verpeilter Luschi zeugen während eines volltrunkenen One-Night-Stands ein Kind und versuchen, sich zusammenzuraufen. Dank Schauspieler Seth Rogen und Katherine Heigl und Drehbuch/Regie von Judd Apatow verliert sich die Komödie von 2007 nie in ihren albernen Zoten, sondern geht teilweise tatsächlich ans Herz.

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„17 Mädchen“: Der Film von 2012 basiert auf einem wahren Fall und zeigt die Schwangerschaft als Ausweg: In einer tristen französischen Stadt schließen 17 Mädchen einen Pakt und lassen sich von mehr oder minder wahllos ausgesuchten Jungen schwängern. Das ist nicht immer lustig — besonders nicht am Ende, als die auf den dicken Bäuchen gebauten Luftschlösser der Mädchen verpuffen—, aber eine wunderschön gefilmte Ode an die Jugend.

„Wo dein Herz schlägt“: Schwangere 17-Jährige wird von Freund ausgesetzt und lebt fortan in einem Supermarkt. Dort bringt sie ihre Tochter Americus (!) zur Welt und findet nach diversen Schicksalsschlägen die wahre Liebe. Klingt grenzwertig kitschig, aber da die Schwangere in dem Film von 1997 von Natalie Portman gespielt wird, schaut man gerne zu.

„Neun Monate“: Zwar ist das US-Remake mit Hugh Grant bekannter, das französische Original von 1994 allerdings weniger platt. Der Inhalt ist derselbe: Ein gut situiertes Paar erwartet ein Kind, der Vater in spe entwickelt jedoch Torschlusspanik. Nach einigen Wirrungen, einer Trennung und mehrere Begegnungen mit einem irren Gynäkologen kommen die Eltern am Ende wieder zusammen.

„Junior“: Ein Klassiker der Blödelei: Arnold Schwarzenegger spielte 1994 einen schwangeren und daher hormongeprüften Mann, der von Danny Devito betreut wird. Das ist – auch wegen der 90-Jahre-Optik – arg amüsant. Wer es noch härter mag: In „Seitenstechen“ aus dem Jahr 1984 spielte Mike Krüger ebenfalls einen Mann, der schwanger ist. Glücklicherweise nicht von Supernase Thomas Gottschalk oder gar Karl Dall, sondern von Susanne Uhlen. Wer sich das in der Schwangerschaft anschaut, wird sich immer wunderschön fühlen.

Filme mit Babys

„Drei Männer und ein Baby“: Die Geschichte, wie ein kleines Baby die Herzen dreier eingefleischter Junggesellenund Schwerenöter erweicht, ist auch nach 20 Jahren noch sehenswert. Wie bei „Neun Monate“ ist hier das französische Original von 1985 weitaus frecher und lustiger als das US-Remake „Noch drei Männer, noch ein Baby“ von 1987, selbst wenn das Tom Selleck zu bieten hatte. Von beiden Filmen gibt es übrigens Sequels: In „Drei Männer und eine kleine Lady“ sahen die US-Väter 1990 ihr Mädchen wieder. 2003 trafen die Franzosen in „18 Jahre später“ ihr mittlerweise zu einer jungen Frau herangewachsenes Baby.

„Kuck mal, wer da spricht“: Taxifahrer James (John Travolta) und die alleinerziehende Mollie (Kirstie Alley) finden zusammen, kommentiert wird das Gebalze vom Baby Mikey, das in der deutschen Version von Thomas Gottschalk gesprochen wird. Der erste Teil von 1989 ist noch lustig, den Rest kann man sich sparen: 1990 folgte „Kuck mal, wer da spricht 2“, 1993 dann „Kuck mal, wer da jetzt spricht“ - in letzteren „reden“ Hunde.

„Baby Boom – Eine schöne Bescherung“: Babyquatsch von 1987 mit Diane Keaton, die von der kühlen New Yorker Karrierefrau dank geerbten (!) Baby zur Landlust-Lady mit ertragreicher Obstplantage reift. Einerseits sentimentaler Murks, andererseits geht der Film doch ans Herz, besonders wenn just ein Baby im eigenen Bauch wächst.

„So spielt das Leben“: Ähnlich wie „Baby Boom“ erben in diesem Film von 2010 gleich zwei Karrieremenschen (Katherine Heigl und Josh Duhamel) ein Baby — und verlieben sich gegen ihren Willen. Das wäre schnell erzählt, daher gibt es noch viele Windelwitze.

Coole Schwangere

Zugegeben: Die letzten Filme der Auflistung sind nichts für Seelchen, zeigen aber durchaus coole Schwangere, wie man sie selten sieht:

„Children of Men“: Illegale Einwanderin wird schwanger und von verschiedensten Menschen gejagt. Warum? Weil im Jahr 2027 keine Kinder mehr geboren werden und ihre Schwangerschaft ein Wunder ist, das viele für sich nutzen wollen. Die auf einem Roman basierende Dystopie aus dem Jahr 2006 ist düster, spannend und sehr bewegend. Und natürlich: Mutter und Kind überleben. Zusammen.

„Fargo – Blutiger Schnee“: Marge Gunderson, die wohl coolste Polizistin der Filmgeschichte, ermittelt in dem Coen-Brüder-Film von 1996 hochschwanger und klärt einen verwirrenden und äußerst blutigen Fall auf. Achtung: Dabei sterben diverse unsympathische Menschen auf unangenehme Arten.


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