Alkohol am Steuer Italien: Zwangsversteigerung des eigenen Autos möglich

Von dpa

Bei einer Polizeikontrolle wird ein Alkoholtest vorgenommen. Foto: dpaBei einer Polizeikontrolle wird ein Alkoholtest vorgenommen. Foto: dpa

München. Vier Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot, 500 Euro Bußgeld: Diese Strafe droht Autofahrern, wenn sie in Deutschland mit mehr als 0,5 Promille am Steuer erwischt werden. Im Vergleich mit anderen Ländern ist das noch harmlos: So müssen Autofahrer in Italien ab 1,5 Promille Alkohol im Blut nicht nur ein Bußgeld von mindestens 530 Euro zahlen. Ihr Auto kann auch zwangsversteigert werden.

In Dänemark kann der Wagen nach Angaben des ADAC ebenfalls unter den Hammer kommen, allerdings erst, wenn beim Fahrer mehr als 2,0 Promille gemessen werden. Ist der Fahrer nicht Besitzer des Pkw, sehen italienische und dänische Behörden von einer Zwangsversteigerung ab.

Promille-Obergrenze

In den meisten Nachbarländern gilt, genau wie in Deutschland, die Promille-Obergrenze von 0,5. Ausnahmen gibt es nur in England (0,8 Promille), Polen und Schweden (beide 0,2) sowie in Tschechien und Ungarn (0,0). Wer in Tschechien alkoholisiert fährt, muss mit einem verhältnismäßig geringen Bußgeld ab 100 Euro rechnen. In anderen Ländern liegen die Strafen weitaus höher. Wer beispielsweise in Großbritannien gegen die Regeln verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 7010 Euro rechnen. In Österreich beginnen die Bußgelder für Alkoholsünder bei 300 Euro, in der Schweiz werden umgerechnet mindestens 565 Euro fällig.

Zahlungspraxis

Ein kleiner Trost ist zumindest die Zahlungspraxis in einigen Ländern. Bei Sofortkasse oder Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist gibt es in manchen Ländern Rabatte. So gewähren unter anderem Großbritannien, Griechenland, Slowenien und Spanien Nachlässe von bis zu 50 Prozent. Ihren Führerschein können Autofahrer dabei grundsätzlich nicht sofort verlieren. Der Entzug der Fahrerlaubnis obliegt deutschen Behörden.