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AOK Nordost Apple Watch: Krankenkasse gibt Zuschuss

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Die Apple Watch zählt unter anderem Kalorien und misst den Herzschlag. Deshalb bekommen Versicherte der AOK Nordost einen Zuschuss für den Kauf. Foto: Mark OttenDie Apple Watch zählt unter anderem Kalorien und misst den Herzschlag. Deshalb bekommen Versicherte der AOK Nordost einen Zuschuss für den Kauf. Foto: Mark Otten

Osnabrück. Die AOK Nordost gibt ihren Versicherten einen Zuschuss beim Kauf von Fitness-Messgeräten – darunter auch die Apple Watch. Wie sieht es bei TK, Barmer GEK und DAK aus?

Computeruhren und Fitnessarmbänder sollen ihre Nutzer zu einem gesünderen und aktiveren Leben motivieren: Kalorien- und Schrittzähler, GPS-Chip sowie Herzfrequenzmesser helfen bei der Selbstvermessung. Versicherte der Krankenkasse AOK Nordost bekommen alle zwei Jahre beim Kauf eines Fitness-Trackers bis zu 50 Euro erstattet – das gilt unter anderem für die Apple Watch.

Zuschuss nicht für alle AOK-Versicherte

„Dieser Zuschuss wird für sämtliche Geräte gewährt, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch usw. dokumentieren, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches – auch die Apple Watch“, heißt es in einer Mitteilung der AOK Nordost. Außerdem gibt es bis zu 20 Euro pro Jahr für Apps, „die Daten aus den genannten Kategorien erheben können“. Zuerst hatte das Technikportal chip.de über den Zuschuss berichtet. Andere AOK-Versicherte schauen dagegen in die Röhre.

Kein Zuschuss bei der AOK Niedersachsen

Die AOK ist in elf Regionalvertretungen unterteilt, die jeweils wie eine eigene Krankenkasse mit eigenen Angeboten und Zuschüssen agieren. Oliver Giebel, Pressesprecher der AOK Niedersachsen, sagte unserer Redaktion am Dienstag: „Bei uns gibt es diesen Zuschuss nicht, und wir haben das auch nicht vor.“

Große Krankenkassen winken ab

Das gilt auch für die drei größten bundesweiten Krankenkassen: Bei Techniker Krankenkasse (TK), Barmer GEK und DAK gibt es keine Zuschüsse oder Boni für Fitnesstracker. „Wir begrüßen alles, was Leute zu einem fitteren Lebensstil antreibt, aber wir beteiligen uns nicht finanziell daran“, sagte Helge Dickau von der DAK. TK-Pressesprecher Hermann Bärenfänger verweist im Gespräch mit unserer Redaktion auf die verschiedenen Gesundheits-Apps der Kasse. Es sei denkbar, dass die App-Nutzung in Zukunft in das Bonusprogramm der Krankenkasse einfließe, mit der sich Versicherte einmal im Jahr eine Rückzahlung verdienen können.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der private Versicherer Generali angekündigt, dass er Tarifrabatte für die Nutzung seiner Fitnessapps gewähren wollte. Datenschützer hatten dieses Vorgehen damals als „hochgefährlich“ bezeichnet.


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