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Mehrwertsteuer erhöht Griechenland: Für Touristen wird es teurer

Im Griechenland-Urlaub müssen Touristen nach Inkrafttreten der Mehrwertsteuererhöhung am Montag (20. Juli) tiefer in die Tasche greifen. Foto: dpaIm Griechenland-Urlaub müssen Touristen nach Inkrafttreten der Mehrwertsteuererhöhung am Montag (20. Juli) tiefer in die Tasche greifen. Foto: dpa

Osnabrück. Seit Montag greifen in Griechenland die ersten Reformen, die die Tsipras-Regierung beschlossen hat. Touristen werden vor allem die Erhöhung der Mehrwertsteuer spüren, die für Lebensmittel von 13 auf 23 Prozent steigt.

Auf den griechischen Inseln, die ein beliebtes Urlaubsziel sind, soll die bisher ermäßigte Mehrwertsteuer schrittweise abgeschafft werden. (Weiterlesen: Griechen zahlen Milliarden von Euro zurück)

Der Steuersatz von 23 Prozent gilt für alle unverderblichen, verarbeiteten Lebensmittel, einige Waren des täglichen Gebrauchs und für Restaurant- und Barbesuche. 23 Prozent Mehrwertsteuer werden ab Montag auch für den öffentlichen Personennahverkehr und Taxifahrten sowie einige andere Dienstleistungen berechnet. Eine 13-prozentige Mehrwertsteuer gilt ab Montag für Wasser, Energie und Grundnahrungsmittel, insbesondere Frischprodukte.

Die Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes Sybille Zeuch betonte im Gespräch mit unserer Redaktion, die Mehrwertsteuererhöhung werde sich vor allem bei den Nebenkosten bemerkbar machen: „Da kann es schon sein, dass Urlauber für die Tasse Kaffee jetzt etwas mehr bezahlen müssen.“ 70 Prozent der Urlaubsreisen nach Griechenland seien aber Veranstalterreisen, betonte Zeuch. Und damit sei das Gros der Kosten bereits bezahlt.

Mit Preiserhöhungen der Veranstalter für Griechenlandreisen noch für diese Saison rechnet die DRV-Sprecherin nicht. „Die Preise sind fix.“Wie die Veranstalter in der nächste Saison kalkulierten, müsse man abwarten“, sagte sie.

Lesen Sie hier: Griechenland und die Schuldenkrise – Begriffe erklärt

Auch der seit Jahrzehnten geltende ermäßigte Steuersatz auf Urlaubs- Inseln wie Mykonos, Santorin oder Paros soll schrittweise auf das Festlandniveau von 23 Prozent angehoben werden. Bisher gelten auf den rund 180 Inseln der Ägäis- eine Ausnahme ist Kreta- Mehrwertsteuersätze, die 30 Prozent unter denen im Rest des Landes liegen. Die ermäßigten Steuersätze waren zur Förderung des Tourismus eingeführt worden.

Nur bei Medikamenten, Büchern und Theaterbesuchen sinkt die Mehrwertsteuer von bislang 6,5 Prozent auf nunmehr sechs Prozent.


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