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Sonnencreme Test 2015 Zwei Sonnencremes bei Stiftung Warentest durchgefallen

Zwei Sonnencremes sind bei Stiftung Warentest durchgefallen. Symbolfoto: dpaZwei Sonnencremes sind bei Stiftung Warentest durchgefallen. Symbolfoto: dpa

pm/nibu Osnabrück. Egal, ob klassische Milch, Pumpspray oder Aerosol: Die meisten der geprüften Sonnencremes schützen „gut“ vor schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlen und halten die Haut feucht. Das hat Stiftung Warentest in seinen aktuellen Test von Sonnenschutzmitteln herausgefunden.

  • 15 von 19 getesteten Mittel schneiden gut ab
  • Zwei mangelhafte Produkte
  • Verbraucher sollten Sonnenschutzfaktor nach Hauttyp wählen

Aus dem Test geht vor allem eins hervor: Eine gute Sonnencreme muss nicht teuer sein. Ein Vergleich lohnt sich, denn die Preisunterschiede sind groß. „Die Stiftung Warentest hat 19 Sonnenschutzmittel mit den Sonnenschutzfaktoren 30 und 50 untersucht“, heißt es auf der Homepage. Die Preise reichen von 1,16 bis 19,90 Euro pro 100 Milliliter. Zwei Produkte sind „mangelhaft“, zwei schneiden mit der Note „befriedigend“ ab. 15 der 19 Produkte schneiden „gut“ ab. (Weiterlesen: Sonnenbaden nur mit der richtigen Creme)

Mängel bei UVA-Schutz und Konservierungsbelastung

Die beiden vergleichsweise teuren Produkte von Eco und Tiroler Nussöl für 19,90 Euro und 15,30 Euro pro 100 Milliliter schneiden laut Stiftung Warentest „mangelhaft“ ab. Die Eco-Sonnenlotion erreiche nicht den geforderten UVA-Schutz. UVA-Strahlen können die frühzeitige Hautalterung und Falten fördern. Langfristig können UVA- und UVB-Strahlen zu Hautkrebs führen. Tiroler Nussöl fiel beim Konservierungsbelastungstest durch. Dabei prüfen die Tester, wie gut die Produkte mit Keimen fertig werden.

Regelmäßiges Nachcremen

Je nach Hauttyp können Verbraucher den für sich passenden Sonnenschutzfaktor wählen. Doch ein hauttypgerechter Faktor allein reicht nicht aus. Um rundum geschützt zu sein, sollten Erwachsene und Kinder Sonnenschutzmittel großzügig auftragen und regelmäßig nachcremen, vor allem nach jedem Baden und bei starkem Schwitzen. Das gilt auch für die als wasserfest gekennzeichneten Produkte.

Bedeutung des Lichtschutzfaktors

Alina Reichardt, Redakteurin der Stiftung Warentest, erklärt, was der Sonnenschutzfaktor bedeutet. „Der Sonnenschutzfaktor gibt an, um wie viel Mal sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, wenn sie mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt ist.“ Rötet sich die Haut ungeschützt nach fünf Minuten in der Sonne, könnte Faktor 30 die Schutzzeit etwa um das 30-Fache, auf 150 Minuten, ausdehnen. „Die individuelle Eigenschutzzeit der Haut lässt sich jedoch schwer schätzen“, sagt Reichardt.

Kinder, Kranke und Wassersportler brauchen mehr Schutz

Viele würden zudem nicht genug Sonnenschutzmittel auf. So werde der angegebene Sonnenschutzfaktor nicht erreicht. „Die errechnete Zeitspanne sollte daher nicht ausgereizt werden.“ Nach spätestens zwei Drittel der Zeit tut Schatten gut. Einen besonders hohen Schutz brauchen Kinder, Hellhäutige, Wassersportler, Kranke, deren Immunsystem geschwächt ist, sowie Urlauber, die die Sonneneinstrahlung nicht gewohnt sind.

Richtwert für die Menge

Bei der Menge gilt als Richtwert: Ein 1,80 Meter großer Mann sollte etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper verwenden – das sind rund drei Esslöffel Sonnenmilch. „Bei Sprays empfehlen Experten, sich zweimal einzusprühen, um die Haut ausreichend zu schützen: einmal den gesamten Körper besprühen, verreiben und die Prozedur nach wenigen Minuten wiederholen“, erklärt Alina Reichardt.

Der ausführliche Test Sonnenschutzmittel erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/sonnenschutz abrufbar.


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