Womit verbringen Bundesbürger Zeit? Studie zur Zeit bestätigt so manches Geschlechter-Klischee

Die Studie bestätigt: Männer sind weiterhin Jäger und Sammler, während Frauen sich um das Zuhause und den Nachwuchs kümmern. Archivfoto: DierksDie Studie bestätigt: Männer sind weiterhin Jäger und Sammler, während Frauen sich um das Zuhause und den Nachwuchs kümmern. Archivfoto: Dierks

Osnabrück. Männer sind Jäger und Sammler, und Frauen verbringen viel mehr Zeit im Bad als Männer: Eine neue Studie des Statistischen Bundesamtes zeigt, wie die Bundesbürger ihre Zeit verbringen – und bestätigt dabei so manches Klischee.

Ein bestätigtes Klischee: Frauen verbringen mehr Zeit mit dem Haushalt sowie mit der Betreuung der Familie als Männer. In der Summe arbeiten sie pro Woche mehr – allerdings viel häufiger unbezahlt. Das ist ein Ergebnis der Zeitverwendungser

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Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes gehört zu den umfassendsten Studien zur Zeitverwendung in Deutschland. Sie findet unregelmäßig statt. Nach den bisherigen Zeitbudgeterhebungen 1991/1992 und 2001/2002 ist die Zeitverwendungserhebung 2012/2013 die dritte repräsentative Befragung dieser Art, die das Statistische Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Statistischen Ämtern der Länder durchgeführt hat. Rechtsgrundlage ist § 7 Absatz 1 des Bundesstatistikgesetzes. Die Auskunftserteilung ist freiwillig. Die Durchführung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert und damit erst ermöglicht. Die Erhebungsgesamtheit der Zeitverwendungserhebung 2012/2013 umfasst alle Privathaushalte am Ort ihrer Hauptwohnung. Um die teilnehmenden Haushalte zu bestimmen, wurde eine Quotenstichprobe gezogen. Dadurch wurde gewährleistet, dass die absolute Teilnehmerzahl besonders interessierender Bevölkerungsgruppen groß genug ist, um sie trotz des insgesamt relativ kleinen Stichprobenumfangs bei Ergebnissen separat ausweisen zu können. Um saisonale Verzerrungen zu vermeiden, erstreckte sich die Erhebung kontinuierlich über den Zeitraum August 2012 bis Juli 2013. In den ausgewählten Haushalten wurde jeweils ein Haushaltsfragebogen ausgefüllt. Alle Personen ab 10 Jahren wurden darüber hinaus mittels Tagebuch und Personenfragebogen befragt. Jede Person ab 10 Jahren wurde gebeten, an zwei Tagen zwischen Montag und Freitag und einem Tag am Wochenende ihren Tagesablauf in 10-Minuten-Intervallen in einem Tagebuch zu dokumentieren. Neben der Haupttätigkeit, der die Person jeweils nachging, wurden weitere Teilaspekte der Zeitverwendung abgefragt, etwa welche weiteren Personen bei dieser Tätigkeit beteiligt waren. Gegebenenfalls konnte eine gleichzeitig ausgeführte Nebenaktivität und bei Wegstrecken das genutzte Fortbewegungsmittel festgehalten werden. Haushalts- und Personenfragebogen bieten darüber hinaus soziodemografische Informationen und vertiefte Angaben zur Zeitverwendung und zum subjektiven Zeitempfinden.

Nach Abschluss der Aufbereitung umfassen die Daten Informationen von 5 040 Haushalten und 33 842 Tagebuchtagen von Personen ab 10 Jahren. Diese wurden auf die im Mikrozensus nachgewiesenen privaten Haushalte am Ort ihrer Hauptwohnung hochgerechnet. Um eine statistische Auswertung der vielfältigen frei eingetragenen Haupt- und Nebenaktivitäten zu ermöglichen, wurden diese anhand eines Aktivitätenverzeichnisses vereinheitlicht und zusammengefasst. Die Aktivitäten sind in einer hierarchisch gegliederten Liste angeordnet, die aus 9 einstelligen Hauptkategorien, 48 zweistelligen Unterkategorien und 165 dreistelligen Aktivitätscodes besteht. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

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