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09.05.2015, 22:14 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOLUMNE

Muttertag: Wir schenken Ihrer Mutter ein Gedicht!

Von Daniel Benedict

Muttertag 2015: Ein Blumengruß zum Muttertag. Illustration: Lilith BenedictMuttertag 2015: Ein Blumengruß zum Muttertag. Illustration: Lilith Benedict

Berlin. Muttertag 2015: Allen Müttern haben wir ein Lobgedicht gereimt. Wer selbst nichts für seine Mutter vorbereitet hat, darf das Gedicht zum Muttertag gern abschreiben und als eigenes ausgeben. Der Autor erlaubt es!

In der letzten Woche hat Corinna Berghahn unseren Kolumnisten gefragt, was er seiner Mutter zum Muttertag schenkt. Dies ist die Antwort:

Liebe Corinna!

Eigentlich wollte ich antworten, dass ich noch nie was zum Muttertag gemacht habe. Schon aus Angst, dass ich dann drinhänge und hinterher am Vatertag auch saufen muss. Dann ist mir aber eingefallen, dass ich als Grundschüler mal ein schönes Gedicht zum Muttertag geschrieben hatte, das leider verloren ist. Am Muttertag 2015 kommt deshalb der große Moment: Ich mache wieder mit und schreibe ein neues Gedicht! Es ist ein Kracher geworden, der jeder echten Mutter Tränen in die Augen treibt. Wer selbst nichts vorbereitet hat, darf es gern abschreiben und als sein eigenes ausgeben. Wenn es die Mutter glücklich macht, ist Schwindeln erlaubt.

Blumenstrauß zum Muttertag



Ach, wie sehr bedrückt sie mich,

diese schwere Frage:

Welche Blume pflücke ich

früh am Muttertage?

Zweifelnd prüf ich jede Blüte,

die in Wald und Flur zu finden.

Reicht sie auch in Wert und Güte,

um mein Lob zum Strauß zu binden?

Mutters edlem Wuchse gleicht

nur die schlanke Lilie.

Ihr häuslich Naturell erreicht

die feine Petersilie.

Das Nährende der Mutterschaft

zeigt knospend eine Bohne,

Zähigkeit und Schaffenskraft

die wackre Anemone.

Der Mutter Tugend wächst und sprießt

wie hundert satte Wiesen.

Weil sie gern hübsche Texte liest,

bekommt sie heute diesen.

Das war es! Wenn mindestens eine Mutter das Gedicht liked, teilt oder freundlich kommentiert, schreibe ich im nächsten Jahr noch eins.

Mit herzlichen Grüßen

Dein Sohn, äh, Dein Daniel!

PS Seit ich Vater bin, bin ich ständig krank. Oft habe ich Beschwerden, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. Was ist denn der verrückteste Erreger, den ihr bislang eingefangen habt?

Vater, Mutter, Kind: Über die Elternkolumne

Im deutschen Kinderzimmer herrscht Verunsicherung. Eltern aus unserer Redaktion schaffen Abhilfe! Corinna Berghahn ist seit drei Jahren Mutter, Daniel Benedict vor mehr als einem Jahr Vater geworden. Im wöchentlichen Wechsel widerlegen sie hier Mythen und Legenden der Elternschaft. Dies sind unsere lustigsten Texte:

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