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#Mobilegeddon Neue Suchformel bei Google: Stürzt EU- Webseite im Ranking ab?

Keine guten Noten für die Webseite der EU. Foto:Screenshot.Keine guten Noten für die Webseite der EU. Foto:Screenshot.

Osnabrück. Wird ausgerechnet die Webseite der EU Opfer des Update bei Google? Ab heute setzt der Internetgigant einen überarbeiteten Algorithmus für die Suche ein. Unternehmen, die ihre Internetseiten für mobile Geräte nicht optimiert haben, dürften auf den Ergebnisseiten der Suchmaschine nach hinten rutschen. Auch die Webseite der EU, die die Bedingungen für eine mobile Optimierung offenbar nicht erfüllt, könnte betroffen sein.

Das wäre besonders pikant, weil Brüssel erst in der vergangenen Woche ein Verfahren gegen den Internetgiganten eingeleitet hat. Die EU- Kommission wirft dem Suchmaschinenanbieter vor, seine eigenen Dienste auf bevorzugten Plätzen anzuzeigen.

Dass die EU-Seite zu den Verlierern des Update des Such -Algorithmus gehören könnte, berichtete als erste die englische Zeitung „Financial Times“. Sie bezieht sich dabei auf einen Test auf Optimierung für Mobilgeräte , den Google Seitenbetreibern anbietet: Dort heißt es über die Webseite der EU:

Nicht für Mobilgeräte optimiert:

Text ist zu klein und daher schwer lesbar

Links liegen zu eng bei einander

Mobiler Darstellungsbereich nicht festgelegt

Inhalt breiter als Bildschirm

In anderen Berichten heißt es aber, die Startseite des Kommissionsauftritts im Netz sei mobil optimiert.

Nach Presseberichten könnte nach dem Update der Suchformel auch die Webseite des Google-Konkurrenten Microsoft auf einem schlechteren Platz landen als bisher. Zu möglichen Verlierern gehören nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ auch große Unternehmen, wie die Fluggesellschaft Ryanair, das Modelabel American Apparel oder die britische Zeitung „The Daily Mail“.

Laut einer Umfrage des Kölner Handelsforschungsinstituts ECC hat in Deutschlanderst etwas mehr als die Hälfte aller Online-Shops ihre Seite für die mobile Nutzung optimiert. Rund 30 Prozent der befragten Online-Händler planen immerhin die Anpassung ihrer Seite an mobile Endgeräte.

Unternehmen, die in mobile Versionen ihrer Internetseiten bereits investiert haben,haben nun also eine Chance, sich im Wettbewerb gegen größere Konkurrenten durchzusetzen.

Das jüngste Google-Update bezeichnen Experten auch als „Mobilegeddon“.Das Kofferwort setzt sich aus mobil und Armageddon (endzeitliche Entscheidungsschlacht) zusammen. Unter dem Hashtag #mobilegeddon werden die Folgen der Änderung im Google-Algorithmus im Netz diskutiert.

Lesen Sie hier: Google ab 21. April 2015 mit neuer Suchformel


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