Vor neuem Windkraft-Rekord? Zu viel Wind: Mehrere Windkrafträder ausgeschaltet

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Schnell und vor dunkelgrauem Himmel dreht sich dieses Windkraftrad bei starkem Sturm. Foto:dpaSchnell und vor dunkelgrauem Himmel dreht sich dieses Windkraftrad bei starkem Sturm. Foto:dpa

Osnabrück. Wegen des schweren Sturms sind in mehreren Bundesländern Windkraftanlagen kurzfristig und auch längerfristig ausgeschaltet worden. Das bestätigte der Pressesprecher des Bundesverbandes WindEnergie e.V. Wolfram Axthelm im Gespräch mit unserer Redaktion.

Durch die Abschaltungen solle verhindert werden, dass zu viel Strom produziert werde, so Axthelm. Von einem neuen Windkraft-Rekord sei ihm aber bisher nichts bekannt, betonte er. Das werde sich auch wohl erst Ende der Woche zeigen.

Die Vortagesprognose der erwarteten Einspeisung Windenergie finden Sie hier.

Die Meteorologen der Meteogroup hatten zu Beginn der Woche einen neuen Windkraft - Rekord nicht ausgeschlossen. Nach ihren Angaben liegt der bisherige Rekord, verursacht durch das Orkantief Elon vom 9. Januar 2015, bei 30,7 Gigawatt. Die Meteorologen rechneten für die Sturmtage Montag bis Mittwoch mit Spitzenwerten zwischen 25 und 30 Gigawatt für jeden einzelnen Tag. Das käme dem Rekord schon nahe.

Mögliche Abschaltungen aufgrund zu hoher Windgeschwindigkeiten wurden bei diesen Berechnungen allerdings nicht berücksichtigt.

Ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz bestätigte der Deutschen Presseagentur am Dienstag in Berlin, dass seit Montag die Verteilnetzbetreiber aufgefordert worden seien, Windräder vorerst zu stoppen. Das Gebiet von 50Hertz erstreckt sich über Berlin, Hamburg, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Bis voraussichtlich Donnerstag sollten die betroffenen Anlagen außer Betrieb bleiben, das hänge aber von der Wetterlage ab. (Mit dpa)


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