„Panorama 3“ am 31. März im NDR Magazin: Eier aus Freilandhaltung oft Mogelpackung

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Nach Recherchen von „Panorama“ ist Güteklasse „Eier aus Freilandhaltung“ häufig eine Mogelpackung. Foto:dpaNach Recherchen von „Panorama“ ist Güteklasse „Eier aus Freilandhaltung“ häufig eine Mogelpackung. Foto:dpa

Osnabrück. Das ist ein dickes Ei! Nach Recherchen des NDR Politikmagazins „Panorama 3“ ist die Güteklasse „Eier aus Freilandhaltung“ häufig eine Mogelpackung. Eier, die unter diesem Etikett verkauft würden, kämen mehrheitlich von Hühnern, die sich nicht im Freien aufhielten, teilte der Sender mit.

Damit würden sich diese Eier sehr oft nicht von den preisgünstigeren Eiern aus Bodenhaltung unterscheiden, heißt es weiter.

Hühner in Freilandhaltung müssten aber laut gesetzlicher Vorgabe einen Freilauf von mindestens vier Quadratmetern haben. Trotz dieser Freilauffläche verlasse jedoch ein Großteil dieser Hühner nicht den Stall.

Die entsprechenden Recherchen werden am heutigen Dienstag (31. März) Thema in dem Magazin „Panorama 3“ um 21.15 Uhr sein. Dort werden nach Angaben des Senders auch Luftaufnahmen insbesondere von Großställen mit mehr als 10.000 Tier gezeigt: Direkt um den Stall herum sei der Boden meist kahl gefressen, heißt es. Der größte Teil der Fläche dagegen sei grün, weil die Tiere dort nicht im Gras pickten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigte nach Angaben des Senders die Recherchen. Wie oft die Hühner ihre Freilauffläche nutzten, hänge „von einer Vielzahl von Faktoren“ ab. Es sei aber ausreichend, dass die Verordnung „die Verfügbarkeit des Auslaufs ins Freie regelt“. Eine Vorgabe, die festlege, wie viele Hühner in Freilandhaltung „tatsächlich ins Freie gehen, ist nicht praktikabel“. Man arbeite mit den Ländern aber an einer Regelung, damit die Freilaufflächen so gestaltet würden, „dass möglichst viele Tiere auch tatsächlich ins Freie gehen“. Nach Angaben des Senders wird die Freilandhaltung durch die EU-Verordnung 589/2008 geregelt, doch das Bundesministerium könne jederzeit strengere Vorgaben auf nationaler Ebene anordnen.

Weiterlesen: Falsche Freilandhaltung - Ermittlungen gegen Betriebe in Niedersachsen

Damit die Hühner die Fläche besser nutzten, müssten die Landwirte Anreize schaffen, also Unterstände für die Hühner errichten und Hecken, Büsche oder Obstbäume pflanzen, erläutert der Sender. Doch solche Maßnahmen verteuerten die Pflege der Freilauffläche, so der Sender.

Auch Silvia Ey vom Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern verweist im NDR Fernsehen darauf, dass es sehr schwierig sei, die Hühner über eine große Fläche zu verteilen. Freilandeier seien aber „keine Mogelpackung, sondern ein realistischer Kompromiss zwischen den Wünschen der Verbraucher, ein Freilandei zu kaufen, und der wirtschaftlichen Machbarkeit, Freilandeier zu produzieren in Deutschland“.


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