Diesmal keine Abmahnungen Porno-Streaming -Portal Redtube verteilte Malware

Meine Nachrichten

Um das Thema Gut zu wissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Nutzer des Porno-Streaming-Portals Redtube könnten sich ein gefährliches Virus eingefangen haben. Foto: dpaNutzer des Porno-Streaming-Portals Redtube könnten sich ein gefährliches Virus eingefangen haben. Foto: dpa

Osnabrück. Nutzer des Porno-Streaming -Portals Redtube leben erneut gefährlich. Aktuell droht ihnen zwar keine Abmahnwelle, doch die Nutzer könnten sich ein gefährliches Virus eingefangen haben. Verschiedene Technikportale berichten, die Porno-Webseite Redtube sei gehackt und mit einem Schadcode versehen worden, der Besucher automatisch auf eine andere URL mit einem Trojaner umgeleitet habe.

Inzwischen soll Redtube die bedrohlichen Codezeilen allerdings wieder entfernt haben. Da der Schadcode aber in einem für Besucher unsichtbaren InlineFrame versteckt gewesen sei, dürften Betroffene von seiner Existenz nichts bemerkt haben. Nach einem Bericht von ZDNet hätten sie die Bedrohung nur durch eine Untersuchung des Quellcodes erkennen können. Es sei nicht bekannt, wie lange Redtube schon auf die schädliche Software verwiesen habe, heißt es weiter.

Lesen Sie hier: Neue Verdächtige und Durchsuchungen im Fall Redtube

Habe man die Webseite dann noch mit einem nicht vollständig abgesicherten Rechner aufgerufen, sei man einem auf dem Cyber-Schwarzmarkt beliebten Exploit Kit ausgesetzt gewesen, das insbesondere Zero-Day-Sicherheitslücken in Software wie Adobe Flash und Microsoft Silverlight ausnutze, warnt das Technikportal Gizmodo. Laut ZDNet werde außerdem versucht, die Schadsoftware Trojan.FakeMS.Ed einzuschleusen. Diese Malware sei dafür bekannt, persönliche Informationen der Nutzer zu entwenden und Pop-up-Inserate einzublenden, die teilweise wieder auf präparierte Webseiten weiterleiten und für weitere Infektionen mit Malware sorgen.

Redtube soll den Angriff bestätigt und gleichzeitig versichert haben, dass inzwischen keine Gefahr mehr bestehe, heißt es bei ZDNet.

Das Porno-Streaming-Portal Redtube hatte zuletzt durch Streaming-Abmahnungen des Regensburger Rechtsanwalts Thomas Urmann Schlagzeilen gemacht. Urmann hat inzwischen seine Anmeldung als Anwalt verloren.

Weiterlesen: Gericht hält Redtube-Abmahnungen für unberechtigt


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN