Spaß am Sprechen Das Kind lernt Sprechen: Fünf Tipps für Eltern

Nähe geben und dem Kind Spaß am Sprechen vermitteln: Damit machen Eltern nie etwas falsch. Foto: ColourboxNähe geben und dem Kind Spaß am Sprechen vermitteln: Damit machen Eltern nie etwas falsch. Foto: Colourbox

Osnabrück. Klar, Sprechen können irgendwann fast alle Kinder. Diese fünf Tipps helfen Eltern jedoch, sie dabei liebevoll zu unterstützen.

Wie spreche ich richtig mit einem Kind?

Darüber sollten Sie sich keine großen Gedanken machen, denn Erwachsene passen ihre Sprechweise ganz intuitiv an das Alter des Kindes an. Sie reden bei diesem „Mutterisch“ höher, langsamer und mit deutlichen Betonungen. Für das Erlernen von Sprache ist das jedoch nicht zwingend notwendig.

Wie bringe ich das Kind zum Sprechen?

Das Wichtigste ist ein ausreichendes Sprachangebot. Also: mit den Kindern sprechen, ihnen vorlesen, sich ihnen direkt zuwenden, Blickkontakt halten, ihnen aufmerksam zuhören, nicht unterbrechen. Oder anders gesagt: Spaß am Sprechen vermitteln. (Weiterlesen:„Dadada“: Wie und warum lernen Kinder sprechen?)

Die 50-Wort-Grenze

Mit zwei Jahren sollten Kinder einen Wortschatz aufgebaut haben, der etwa 50 Wörter umfasst. Ist das nicht der Fall, könnte es sich um eine verzögerte Sprachentwicklung handeln. Eltern sollten aufschreiben, was ihr Kind spricht und eventuell einen Kinderarzt und Sprachtherapeuten aufsuchen. (Weiterlesen: Weitere Artikel zum Thema Kinder und Sprechen finden Sie auf www.noz.de/familie)

Ihr Kind wächst zweisprachig auf?

Prima. Sprechen Sie und Ihr Partner verschiedenen Sprachen, sollte jeder von ihnen konsequent in seiner Sprache mit ihm reden. Bei Kindern, die zuhause eine andere Sprache sprechen als im Kindergarten, sollten sie ebenso konsequent zuhause ihre Sprache sprechen und die zweite Sprache durch gute, weitere Bildungsangebote vermitteln. (Weiterlesen: Peinliches aus Kindermund: Was dürfen Kinder ausplaudern?)

Lohnt sich Fremdsprachenunterricht im Kindergarten?

Der Fremdsprachenunterricht im Kindergarten stört garantiert nicht den Erwerb der deutschen Sprache. Doch ein paar Minuten pro Woche, ein paar Verse oder Wörter reichen als Input nicht aus. Kinder können eine Sprache nur wirklich lernen, wenn sie sie mehrere Stunden pro Tag hören.

Die Tipps stammen von Christina Kauschke. Die Professorin für Germanistische Linguistik an der Philipps-Universität Marburg hat sich mit dem Spracherwerb bei Kindern auseinandergesetzt. (Weiterlesen:Interview mit Christina Kauschke: Eltern sollten Kindern Spaß am Sprechen vermitteln)


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