JIM-Jugendstudie Facebook out, WhatsApp und Youtube in

Die Logos von Facebook und WhatsApp auf einem Smartphone. Foto: dpaDie Logos von Facebook und WhatsApp auf einem Smartphone. Foto: dpa

Osnabrück. Während das soziale Netzwerk Facebook bei Jugendlichen an Beliebtheit verliert, steht der Kurznachrichtendienst WhatsApp bei ihnen immer höher im Kurs. Das ist das Ergebnis der aktuellen JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Bei den 12- bis 13-Jährigen zählen mit 45 Prozent inzwischen weniger als die Hälfte zu den Nutzern sozialer Netzwerke. Bei der Gruppe der 12- bis 19-Jährigen ist der Anteil der Nutzer seit 2013 von 83 auf 73 Prozent zurück gegangen. Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg stellte dazu fest : „Die Jüngsten steigen da schon gar nicht mehr ein.“

Zugelegt haben bei den Communities hingegen Instagram mit 13 Prozent (2013: 2 Prozent) sowie WhatsApp mit 11 Prozent (3 Prozent im Vorjahr).

WhatsApp wird nach den Ergebnissen der Studie vor allem häufiger als Facebook zum schnellen Nachrichtenschreiben und Chatten verwendet. 94 Prozent der Nutzer von internetfähigen Handys haben demnach, praktisch unabhängig vom Alter und Geschlecht der Befragten, WhatsApp installiert. Im Schnitt wird die App der Befragung zufolge 26-mal pro Tag aufgerufen.

Deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern gibt es, was das Stöbern in der Profileigenschaften angeht. Für 44 Prozent der weiblichen, aber nur 30 Prozent der männliche Nutzer ist es ein regelmäßiges Ritual, die Selbstdarstellungen der anderen Mitglieder zu studieren.

Der Trend weg von Facebook hin zu WhatsApp deckt sich nach Auffassung des Onlineportals Gulli.com mit der Beobachtung, dass Mobile Games immer beliebter würden. Offenbar sei es für Jugendliche wichtiger, am Handy zu spielen und über das Smartphone zu kommunizieren, als über den PC oder eine Konsole,meint das Technikportal.

Besonders wichtig scheint für die Jugendlichen auch der Videodienst Youtube zu sein,: 30 Prozent gaben bei der Befragung an, dass sie die Videoplattform besonders mögen. 81 Prozent der Jungen und 68 Prozent der Mädchen nutzen täglich oder mehrmals pro Woche Videoportale.

Ein Handy besitzen nahezu alle Jugendlichen, bei 88 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ist es sogar ein Smartphone, und zwar ein ziemlich neues: Im Schnitt sind die Geräte 16 Monate alt, bei den Jüngeren noch neuer.

.Für die sogenannte JIM-Studie werden jedes Jahr 1200 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren befragt. Im Laufe der Jahre ist so ein Abbild des dramatischen Wandels entstanden, dem die Mediennutzung von Jugendlichen derzeit unterliegt. (Mit dpa)


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