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Feiertag am 23. November 2014 Was wird am Totensonntag 2014 gefeiert?

Von Christopher Bredow

Am Totensonntag, dieses Jahr am 23. November, besuchen viele Menschen die Gräber von verstorbenen Verwandten und Freunden. Foto: imagoAm Totensonntag, dieses Jahr am 23. November, besuchen viele Menschen die Gräber von verstorbenen Verwandten und Freunden. Foto: imago

Osnabrück. Am 23. November 2014 wird wieder der jährliche Totensonntag begangen. Auch bekannt unter dem Namen Ewigkeitssonntag wird an diesem Tag in den evangelischen Kirchen der Verstorbenen gedacht. Doch woher kommt der Totensonntag und welche Bedeutung hat er für uns?

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Totensonntag am 23. November 2014:

Wie ist der Totensonntag entstanden und welche Bedeutung hat er?

Der Totensonntag ist ein Feiertag in der evangelischen Kirche in Deutschland und der Schweiz. An diesem Tag, der in evangelischen Gemeinden auch häufig Ewigkeitssonntag genannt wird, wird der Verstorbenen gedacht. Er stellt das evangelische Gegenstück zum katholischen Allerseelen dar, das traditionell am 2. November, also einen Tag nach Allerheiligen, gefeiert wird.

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. führte den Feiertag im Jahr 1816 ein – wohl in Gedenken an die vielen Gefallenen in den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Seither wird der Totensonntag als Gedenktag an die Verstorbenen begangen. Die evangelische Kirche will mit dem Totensonntag den Blick nicht nur zurück auf die Verstorbenen werfen, sondern auch in die Zukunft. Man denkt an die Zuversicht der Auferstehung zum ewigen Leben – daher kommt auch der evangelische Name: Ewigkeitssonntag.

Wann feiern wir den Totensonntag?

Der Totensonntag wird in der evangelischen Kirche traditionell am letzten Sonntag vor dem 1. Advent begangen und stellt daher auch den letzten Sonntag des Kirchenjahres dar. Damit läutet der Ewigkeitssonntag ein Ende, aber auch einen Neuanfang ein. Im Jahr 2014 fällt der Totensonntag auf den 23. November. Im nächsten Jahr findet der Ewigkeitssonntag am 22. November 2015 statt.

Wie wird der Totensonntag gefeiert?

In evangelischen Gemeinden finden am Totensonntag meist spezielle Gedenk-Gottesdienste statt. So werden in den Gottesdiensten zum Beispiel häufig die Namen der Verstorbenen des letzten Kirchenjahres vorgelesen. Aber egal ob gläubig oder nicht, in Deutschland hat der Totensonntag vor allem eine persönliche Bedeutung. Viele Menschen besuchen die Gräber von Verwandten und Freunden, schmücken diese und gedenken den Verstorbenen im Stillen. Der Totensonntag bietet für das Erinnern einen guten Rahmen.

Was muss man am Totensonntag beachten?

Der Totensonntag zählt in Deutschland zu den sogenannten „stillen Feiertagen“. Damit unterliegt der Totensonntag bestimmten Regelungen in Form der Feiertagsgesetze in den einzelnen Bundesländern. In allen Bundesländern herrscht am 23. November ein Tanzverbot, das sich zumindest über einen gewissen Zeitraum erstreckt. In Niedersachsen sind zwischen 5 und 24 Uhr alle gewerblichen, sportlichen sowie musikalischen Veranstaltungen untersagt. Nur solche Veranstaltungen, die auf den ernsten Charakter des Tages Rücksicht nehmen, sind laut dem Landesgesetz erlaubt. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Totensonntag allerdings nicht – damit sind Arbeitnehmer nicht gesetzlich von der Arbeit befreit und alle Betriebe laufen so, wie an jedem anderen Sonntag auch.