Eiskratzer, Besen und Decke So kommen Autofahrer gut durch den Winter

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Osnabrück. Den ein oder anderen hat es früh morgens bereits kalt erwischt: Die Autoscheiben waren zugefroren. So langsam nähert sich die Zeit, in der das wieder regelmäßig passiert. Mit ein paar Tipps kommen Autofahrer leichter durch den Winter.

Wer sich das Kratzen am Morgen sparen möchte, kann die Front- und Heckscheibe seines Autos mit einer Alu- oder Luftpolsterfolie abdecken. Doch auch diejenigen, die lieber zum Eiskratzer greifen, sollten bereits am Abend erste Vorkehrungen treffen. „Wer kratzen will, sollte die Waschfunktion des Scheibenwischers betätigen, bevor er das Auto zur Nacht hin abstellt“, sagt Christian Buric vom Allgemeinen Deutschen Auto Club (ADAC) . So würde vermieden, dass Streusalzpartikel, die beim Fahren von der Straße auf die Scheibe spritzen, an dem Glas festkleben – und man die Scheibe nicht nur frei, sondern auch zerkratzt. Das Betätigen der Wischer sollte den Fahrer zugleich immer daran erinnern, dass das Streusalz auf der Straße den Autolack beschädigen kann und den Bremsweg verlängert.

Nach dem Betätigen der Scheibenwischer sollte man diese über Nacht von der Scheibe wegklappen, damit sie nicht daran festfrieren. Passiert das doch, könnte die Gummikante beim Ablösen von der Scheibe beschädigt werden.

Wie aber bekommt man die zugefrorene Frontscheibe des Autos möglichst schnell frei? Einen Trick beim Kratzen gibt es laut Buric nicht. Da müsse jeder selbst herausfinden, wie es für ihn am einfachsten geht. Denn nur ein kleines Guckloch freizukratzen, reicht laut Straßenverkehrsordnung nicht. Ist die Sicht des Fahrers durch zugefrorene Scheiben eingeschränkt, droht laut Bußgeldkatalog eine Strafe von zehn Euro. Kommt es zu einem Unfall, werden sogar 35 Euro fällig. Von heißem Wasser sollte man lieber die Finger lassen: Kippt man das auf die zugefrorene Scheibe, könnte das Glas platzen.

Das Leben leichter machen können sich Autofahrer, wenn sie die Scheiben mit Enteisungsspray einsprühen. Das funktioniere gut und sei auch nicht umweltschädlich, so Buric.

Ganz im Gegensatz zum Laufen lassen der Lüftung, um beschlagenen Scheiben freizubekommen. Doch dagegen lässt sich etwas tun: „An den Innenseiten der Scheiben bildet sich leicht ein Schmutzfilm. Und dann beschlagen die Scheiben schneller“, erklärt Buric. Deshalb sollten diese regelmäßig geputzt werden, wobei auf rückfettende Glasreiniger verzichtet werden sollte. Denn auch die führen zu Schlieren.

Fragen und Antworten zum Thema Winterreifen gibt es hier ››

Ein Eiskratzer, Abdeckfolie oder Enteisungsspray sind nicht die einzigen Helfer, die Autofahrer in den Wintermonaten in ihrem Fahrzeug haben sollten. Auch ein Besen oder Handfeger gehört zur Ausrüstung, etwa um das Autodach vom Schnee zu befreien, damit dieser nicht während der Fahrt auf die Straße fällt. Mit einer Decke können Beifahrer zugedeckt werden, wenn es mal richtig kalt wird.

„Wichtig ist auch ein Türenteisungsspray. Das sollte man aber eher im Mantel haben als im Auto“, sagt Buric. Denn falls die Türschlösser mal zufrieren und man keine Fernbedienung hat, sollte man das Spray griffbereit haben. Um zu verhindern, dass die Türen an den Dichtungen zufrieren, können Fahrer diese mit Pflegestiften auf Silikonbasis einschmieren, rät Buric.


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