Ungesicherte Überwachungskameras Mit Streams in fremde Schlafzimmer blicken

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Überwachungskamera in einem Parkhaus. Foto: dpaÜberwachungskamera in einem Parkhaus. Foto: dpa

Osnabrück. Angeblich um aufzuzeigen, wie schlampig mit der Sicherheit von Überwachungskameras umgegangen wird, zeigt eine US- Webseite den Live-Feed zehntausender IP-Cams.

Ohne dass die gefilmten Personen etwas davon wissen , sind so Menschen in Büros, auf öffentlichen Plätzen und privat bei sich zu Hause zu sehen. Auf den Aufnahmen sollen aber auch Kinderbetten zu sehen sein.

Wie das Technikportal Gulli.de berichtet, werden auf der Webseite Insecam.com nach Ländern aufgeschlüsselt sämtliche von einem automatisierten Programm erfassten Video-Feeds gelistet, die gar nicht oder mangelhaft gesichert sind.

Die Betreiber der Webseite hätten zu diesem Zweck weltweit Überwachungskameras angezapft, zu denen sie sich zuvor über das Internet Zugang verschafft hätten. Allein für Deutschland seien mehr als 600 Webcams gelistet. Die Webseite ist nach Angaben der Betreiber automatisiert. Sie scanne nach verwundbaren Kameras und stelle die Bilder dann online.

In den tausenden Video-Feeds seien neben überwachten Parkplätzen, Geschäften und Hinterhöfen auch private Räume darunter Wohn- und Schlafzimmer zu sehen, meldet Gulli.de. Besonders häufig seien aber Aufnahmen aus Internetcafés.

Gegenüber der Webseite Motherboard sollen die Betreiber lauten einem Bericht von Golem.de geäußert haben, dass sie so auf das mangelnde Sicherheitsbewusstsein der Betroffenen hinweisen wollten. Es soll sich bislang noch niemand beschwert oder darum gebeten haben, einen Video-Feed abzuschalten. Auf der Seite selbst heißt es, dass nur das Passwort der Kamera geändert werden müsse, um nicht länger gelistet zu werden.

Auf der Webseite werden die Aufnahmen den Berichten zufolge samt Ortsnamen angezeigt. Aktuell lädt die Webseite nach Angaben der Technikportale äußerst langsam und Bilder seien nur noch sporadisch zu sehen. Zwischenzeitlich sei sie auch gar nicht erreichbar gewesen, heißt es weiter.


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