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Spannende Bilder von Feiern Acht Tipps für gute Partyfotos

Von Christof Haverkamp


Osnabrück. Tanzende Leute, grelles Licht, Superstimmung: Auch am Morgen nach dem Event freut sich jeder über ansprechende Partyfotos. Hier einige Tipps, wie diese Aufnahmen gelingen können.

Liebe Fotofreunde,

wenn Ihr Euch ins Nachtleben gestürzt habt, freut Ihr Euch sicher am nächsten Tag über gute Bilder von netten Leuten, die auch die Stimmung wiedergeben. Was ist zu beachten, damit es mit den Party- und Eventaufnahmen von der Geburtstagsfeier oder in der Diskothek klappt? Hier einige einfache Tipps und Tricks.

1. Um ansprechende Fotos zu bekommen, solltet Ihr einen Aufsteckblitz auf der Kamera haben. Das vorhandene Licht ist meistens zu dunkel, um ohne Blitz zu fotografieren. Bei einem eingebauten Blitz in der Kamera besteht die Gefahr, dass der Vordergrund zu hell und der Hintergrund zu dunkel wird. Wichtig: Denkt daran, dass Euer Akku genügend geladen ist. Noch besser sind mehrere Akkus und Ersatzbatterien. Wäre doch jammerschade, wenn der Blitz gerade dann versagt, wenn es am schönsten ist. (Zum Blitzen siehe auch Punkt 4 und 5.)

2. Eine riesige Ausrüstung solltet Ihr nicht mitschleppen. Das ist erstens recht lästig und, weil es auf der Tanzfläche eng werden kann, auch unpraktisch. Schraubt ein mittleres Weitwinkelobjektiv (24 bis 35mm beim Vollformat, ca. 15 bis 20mm bei einem APS-Sensor) auf, das ist ideal für Gruppenaufnahmen. Ein zu extremes Weitwinkel führt zu Verzerrungen an den Rändern, dann bekommen die Köpfe die Form von Eiern, das sieht nicht schön aus. Ein Normalobjektiv hat für Gruppenbilder einen zu engen Aufnahmewinkel. Gut ist es, wenn Euer Objektiv lichtstark ist. Das erkennt man an der kleinen Blendenzahl, zum Beispiel 2,8 oder niedriger.

3. Denkt auch daran, genügend Speicherkarten einzupacken. Die Nacht kann schließlich lang werden!

4. Wenn die Decke nicht zu hoch ist und eine weiße Farbe hat, kann man den Blitz nach oben richten und indirekt blitzen. Das ergibt ein weicheres Licht als ein Blitz von vorne. Indirekt blitzen klappt auch in der Nähe einer weißen Wand. Überhaupt ist es gut, wenn Ihr Euch mit dem Blitz so gut wie möglich vertraut macht. Ein bisschen Schmökern in der Gebrauchsanweisung kann ganz hilfreich sein. Einige Tipps für Blitzfotos findet Ihr auch hier: Weg von Pfannkuchen-Gesichtern: So gelingen bessere Fotos mit Blitzlicht

5. Einen Aufsteckblitz kann man auf den ersten oder zweiten Verschlussvorhang einstellen. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber so wird es genannt.Beim zweiten Verschlussvorhang blitzt die Kamera ganz am Ende der Belichtungszeit. Dadurch wird der Hintergrund verwischt, was sehr effektvoll sein kann. Dazu ein Linktipp: http://kwerfeldein.de

6. Um Bewegungsspuren zu erhalten, sollte die Verschlusszeit nicht zu kurz sein. Gut sind 1/15 Sekunde oder länger. Am besten probiert Ihr einfach verschiedene Verschlusszeiten aus. Dafür solltet Ihr die Automatik auf manuell (M) stellen.

7. Als ISO-Zahl bietet sich 800 oder 1600 an. Wenn man höher geht, bekommt man schnell Bildrauschen.

8. Zum Schluss noch ein Hinweis, was Ihr in rechtlicher Hinsicht beachtet solltet, um keinen Ärger zu bekommen: Auf jeden Fall müsst Ihr das Hausrecht des Veranstalters beachten. Er muss die Erlaubnis zum Fotografieren geben. Jeder, der aufgenommen wird, sollte wissen, was mit den Fotos passiert und wenn ja, wo sie veröffentlicht werden. Wenn Ihr Bilder auf Facebook oder woanders ins Netz stellt, braucht Ihr die Einwilligung derjenigen, die Ihr abgelichtet habt. Das gilt auch bei Gruppenfotos. Ausführliche juristische Informationen hat der Rechtsreferendar Florian Wagenknecht auf seine Seite gestellt: http://www.rechtambild.de. . Unabhängig von der rechtlichen Frage gilt, dass Ihr nicht einfach Bilder von Leuten ins Netz stellen solltet, die betrunken waren oder sonst wie unvorteilhaft aussehen. Das ist nicht fair, und Ihr selbst wollt Euch sicherlich so auch nicht sehen...

Gut Licht und viel Spaß!

Christof Haverkamp

Weitere Tipps im NOZ-Fotoblog, etwa zum Umgang mit Blitzlicht finden sich hier: www.noz.de/fotografieren.


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