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Bilder der goldenen Jahreszeit NOZ-Fotoblog: Sechs Tipps für gute Herbstfotos

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Osnabrück. Jede Jahreszeit eignet sich gut zum Fotografieren und jede hat ihre Besonderheiten. Der Herbst bietet leuchtende, warme Farben und eine klare Luft. Hier einige Tipps für schöne Aufnahmen.

Liebe Fotofreunde,

im Herbst mache ich besonders gerne Naturfotos, weil es dann kräftige Farben gibt. Es herrscht eine besondere Stimmung vor, wenn die tief stehende Sonne die Landschaft beleuchtet. Nicht ohne Grund wird der Herbst die „goldene Jahreszeit“ genannt. Was gilt es zu beachten, um zu guten Aufnahmen zu kommen? Dazu ein paar Hinweise.

1. Frühmorgens oder abends ist die beste Tageszeit für Landschaftsaufnahmen. Im Herbst leuchtet oft ein schräg einfallendes, weiches Sonnenlicht. Wegen der kalten Luft ist es nicht so diesig. Das kostenlose Programm The Photographer’s Ephemeris  zeigt auf Google Maps bis auf die Straße genau, wo und wann Sonne und Mond auf- und untergehen.

2. Laubwald ist im Herbst ein sehr dankbares Motiv, vor allem wegen der bunt gefärbten Blätter. Eine beliebte Perspektive ist der Blick nach oben, auf die von er Sonne angestrahlten Baumkronen. Mit Hilfe eine Polfilters wirken die Farben noch kräftiger. Mit einer Herbstaufnahme können Sie auch beginnen, einen bestimmten Standort zu allen vier Jahreszeiten zu fotografieren. 

3. Nebel verzaubert Landschaften. Er dämpft die Leuchtkraft der Farben, lässt die Konstraste verschwinden und feine Nuancen gut zur Geltung kommen. Ein See sieht dann zum Beispiel ganz anders aus. Probieren Sie verschiedene Belichtungen aus! Oft wirkt eine leichte Überbelichtung – beispielsweise um eine Blende - vorteilhaft. In Mittelgebirgen kommt es immer wieder vor, dass es im Tal lebelig ist und darüber die Sonne scheint Dann wirken einzelne Berge wie Inseln

4. Der Herbst ist auch eine gute Jahreszeit für Makrofotos.  Details wie Pilze, Spinnenetze oder Kastanien lassen sich gut fotografieren.

5. Gegenlichtaufnahmen bringen einzelne Blätter zum Leuchten. Oft ist eine leichte Unterbelichtung günstig, damit der Hintergrund etwas dunkler wird. Wenn die Sonne durch das Laub schimmert, können mystische Stimmungsbilder entstehen.

6. Stativ und Fernauslöser führen zu schärferen Aufnahmen  und verhindern Verwacklungen. Und ein Grauverlaufsfilter sorgt dafür, dass der Kontrast zwischen Himmel und Landschaft nicht zu stark wird. Das gilt übrigens auch für Landschaftsaufnahmen  zu anderen Jahreszeiten.

Hier noch ein Buchtipp: Sehr gut gefällt mir „Die Fotoschule in Bildern – Naturfotografie“ von Sandra BartochaWerner Bollmann und Radomir Jakubowski.  Die renommierten Naturfotografen liefern anregende Bildideen für spektakuläre Aufnahmen. Selbst fortgeschrittene, erfahrene Amateurfotografen können dieses Werk mit großem Gewinn lesen. Es ist im Verlag „Galileo Design“ erschienen und kostet 29,90 Euro.

Liebe Fotofreunde, zugegeben, die Tipps sind diesmal etwas knapp ausgefallen. Aber zu manchen Zeiten - wie jetzt im Herbst - ist es einfach besser, nicht am Computer zu sitzen, sondern rauszugehen und ansprechende Bilder zu machen.

Gut Licht!

Christof Haverkamp

Weitere Tipps zur Fotografie finden Sie im NOZ-Fotoblog unter  www.noz.de/fotografieren


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