Kfz-Steuerbescheid dringend überprüfen

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Die Zollbehörden sind mit der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer offenbar überfordert. Foto: dpaDie Zollbehörden sind mit der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer offenbar überfordert. Foto: dpa

dpa/wam Osnabrück. Der Zoll, der seit Juni für die Kfz-Steuer zuständig ist, kämpft offenbar mit Datenbankproblemen. Fahrzeughalter sollten deshalb die Höhe der Steuer auf ihrem Bescheid genau prüfen und sich, wenn ihnen etwas unklar ist, an das zuständige Hauptzollamt wenden, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler (BdST) in Berlin.

Betroffen seien vor allem Halter, die nach dem Zuständigkeitswechsel ein neues Fahrzeug angemeldet haben oder per Lastschriftverfahren zahlen. In einigen Fällen sei die Steuer falsch berechnet, ein zu hoher Betrag vom Konto abgebucht oder der Steuerzahler um eine erneute Einzugsermächtigung gebeten worden, sagt Klocke. Probleme können auch bei Lkw- und Motorradfahrern betreffen.

Die Panne ist auf die Übernahme der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer von den Finanzämtern zurückzuführen. Die Datenbanken der Länder mit rund 58 Millionen Fahrzeugen seien dafür automatisch in ein bundesweit einheitliches Computerprogramm eingespielt worden. Dabei sei es zu Übertragungsfehlern gekommen, die nun händisch korrigiert werden müssten, räumte Andreas Behnisch, Sprecher des Hauptzollamts Frankfurt an der Oder, ein.

Auf Wartezeiten von ein paar Wochen sollten sich vor allem Halter einstellen, die ihr Fahrzeug abgemeldet und eine Erstattung beantragt haben, sagt Behnisch. Er sei aber optimistisch, dass es sich bei den Datenbankproblemen und den längeren Wartezeiten um „ein paar Anlaufschwierigkeiten“ handelt.

Halter, die nicht per Lastschriftverfahren zahlen, werden in Zukunft keine Zahlungserinnerungen mehr erhalten. Sie müssen die Steuer an das Konto des jeweiligen Hauptzollamts bei der Bundesbank überweisen. Behnisch empfiehlt ihnen daher, einen Dauerauftrag einzurichten oder per Lastschrift zu zahlen.

Die Höhe der Kraftfahrzeugsteuer, die seit Juli 2009 eine Bundessteuer ist, kann ab sofort mit dem „Kfz-Steuerrechner“ auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums r berechnet werden. Außerdem gibt es dafür eine kostenlose App für Smartphones


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