Erinnerungen an den Urlaub am PC bearbeiten Zehn simpleTipps zur Gestaltung eigener Fotobücher

Früher wurden Urlaubsfotos in einem Album eingeklebt - heute gibt es Fotobücher, die man am PC erstellt. Screenshot: HaverkampFrüher wurden Urlaubsfotos in einem Album eingeklebt - heute gibt es Fotobücher, die man am PC erstellt. Screenshot: Haverkamp

Osnabrück.Die Erinnerungen an den Urlaub kann man gut in Fotobüchern festhalten. Statt die Bilder in ein Album einzukleben, lassen sich diese Bücher am Computer erstellen - und hat dann deutlich mehr Möglichkeiten. Hier zehn Tipps, was zu beachten ist.

Liebe Fotofreunde,

die Wochen nach dem Urlaub sind für mich immer eine Verlängerung der schönsten Zeit des Jahres, selbst wenn es draußen ständig regnen sollte. Dann beschäftige ich mit damit, die gelungensten Aufnahmen rauszusuchen und daraus ein Fotobuch zu erstellen, und dabei lasse ich mir viel Zeit. Früher wurden Urlaubsbilder in ein Album eingeklebt (oder in einen Schuhkarton gesteckt), heute lässt sich das Ganze bequem am Computer machen. Dabei kann man die Fotos leicht groß oder klein, schmal oder breit auf den Seiten platzieren. Ein Fotobuch eignet sich übrigens nicht nur für Urlaubsbilder, sondern auch gut als Geschenk zum runden Geburtstag oder zur Silberhochzeit – mit Bildern aus Kindheit und Jugend, als der Jubilar und die Jubilarin noch jung und schön waren.

Es gibt mehrere große Anbieter. Einige davon habe ich ausprobiert und finde, dass die Qualitätsunterschiede nicht so groß sind. Oft gibt es übrigens Rabatte für Erstkunden. Zur Bearbeitung bieten die Dienstleister oft ihre Software an, die man kostenlos herunterladen kann. Die Einarbeitung ist nicht immer ganz einfach und braucht manchmal Zeit. Hier nun zehn Tipps zur Gestaltung von Fotobüchern.

1. Schon während Sie die Urlaubsfotos aufnehmen, sollten Sie überlegen, welche Motive sich fürs Buch eignen. Neben Landschaftsaufnahmen im Überblick sollten Sie auch an Detailaufnahmen am Strand, in den Bergen oder in der Stadt denken. Im Buch wirkt ein Wechsel sehr ansprechend, und oft sieht es gut aus, die Details groß zu bringen und die Übersicht klein daneben. So ein Layout findet sich häufig in Zeitschriften. Stellen Sie an der Kamera die höchste Qualität ein. Dann kann man später Vergrößerungen oder Ausschnitte von einem Bild machen.

2. Fotobücher werden in mattem und glänzendem Papier angeboten. Die Wahl ist Geschmackssache, beides hat Vor- und Nachteile: Bei einer glänzenden Oberfläche kommen die Farben besser zum Ausdruck, aber die Spiegelungen können störend wirken. Außerdem reagieren glänzende Seiten empfindlich auf Fingerabdrücke. Familien mit kleinen Kindern würde ich auch jeden Fall mattes Papier empfehlen, es ist robuster. Bei Büchern mit echtem Fotopapier ist der Unterschied bei den Farben auch nicht so groß.

3. Meistens kann man für das Layout Vorlagen benutzen. Das geht schnell und ist für den ungeübten Einsteiger sinnvoll. Kreativer ist es, diese Vorlagen abzuändern, um alle Möglichkeiten der Bildgestaltung zu nutzen. Mal ein Panorama einer Landschaft oder Stadtansicht über eine ganze Doppelseite laufen lassen, oder mehrere schmale Bilder im Hochformat nebeneinander. Oft ist es gut, nicht die Seiten komplett zu füllen, sondern noch ein wenig Platz für den Hintergrund zu lassen.

4. Die Bilder kann man nach Themen ordnen – zum Beispiel ein Ausflugsziel auf einer Doppelseite – oder chronologisch. Sehr ansprechend sieht es aus, unterschiedliche Größen zu nehmen für die Fotos auf einer Seite zu nehmen. Am besten macht man sich schon Gedanken zur Seitenaufteilung, bevor es richtig los geht.

5. Häufig gibt es Vorlagen und Farben für den Hintergrund: Er kann einfarbig sein oder knallbunt, man kann eigene Fotos nehmen oder Motive als Vorlagen. Mir gefällt ein ruhiger schwarzer oder weißer Hintergrund, aber das ist Geschmacksache.

6. Ausflugsziele sollten Sie beschriften, zuviel Text muss gar nicht sein. Die Schrift sollte nicht zu groß sein. Oft täuscht der Eindruck am PC. Eine Größe von 8 bis 12 Punkt wirkt sehr ansprechend. Bei der Wahl der Schrift kann man viel ausprobieren. Nicht gut sieht ein Wechsel zwischen verschiedenen Schriften innerhalb eines Buches aus.

7. Für die Titelseite eignet sich gut eine Gruppenaufnahme der Familie oder Reisegruppe oder ein typisches Motiv vom Urlaubsort wie der Eiffelturm in Paris, der Hamburger Hafen oder der Pool im Hotel.

8. Für die Rückseite ist eine Nachtaufnahme

, ein Bild vom Sonnenuntergang oder vom Ausstieg aus dem Flugzeug zu empfehlen, um so das Ende des Urlaubs zu symbolisieren.

9. Bei einigen Anbietern wie Cewe oder Pixum kann man gegen einen Aufpreis von etwa einem Euro eine Landkarte vom Urlaubsziel einbauen. Ein Screenshot mithilfe des Programms Snipping Tool geht übrigens auch. Ich nehme für die Karte gerne die vorletzte Seite, aber das ist Geschmacksache.

10. Vor dem Abschicken sollten Sie das Buch noch einmal gründlich prüfen. Sind die Bilder richtig platziert, gerade am Rand? Stimmt die Rechtschreibung, stimmen die Namen der Ausflugsziele? Lassen Sie ruhig noch jemanden drüberschauen. Und lassen Sie sich ruhig Zeit bei der Qualitätskontrolle. Wäre doch zu ärgerlich, wenn das Buch Fehler enthält.

Hier noch zwei Linktipp: Unter www.fotobuchberater.de finden sich ausführliche Informationen über die verschiedenen Dienstleister und weitere Hinweise. Die Fachzeitschrift Chip hat Fotobücher getestet.

Gut Licht und viel Spaß beim Fotobuch.

Christof Haverkamp

Weitere Beiträge zur Fotografie finden sich unter www.noz.de/fotografieren.


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