Skull King, Voll Schaf, Die Glasstraße Drei Spieletipps für verregnete Ferientage

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Osnabrück. Was tun, wenn es wieder mal vom Himmel pladdert? Unser Vorschlag: Spielen! Wir haben drei Tipps für verregnete Ferientage. „Voll Schaf“, „Skull King“ und „Die Glasstraße“ überbrücken jede Regenpause - egal, wie lang sie ist.

Für einen kurzen Schauer: Voll Schaf

Voll Schaf: Bei diesem schnellen Taktikspiel müssen die Spieler ihre Herde Schafe möglichst großflächig auf der Weide von Bauer Hugo ausbreiten. Anfangs hocken alle Tiere eines Spielers noch zusammen auf einem Feld. Doch weil mit jedem Zug ein Stapel mit Schafsteinen geteilt und die eine Hälfte davon bewegt werden muss, treibt es die Grasfresser fix auseinander - wenn es denn noch geht: Die Blöker der Mitspieler sowie die Grenzen der Wiese engen den Freiheitstrieb der Tiere immer weiter ein. Trotz des simplen Mechanismus übersieht so mancher Schaftrupp eine von der Konkurrenz gelegte Falle. Am Ende triumphiert in diesem simplen wie raffinierten Spiel die Herde, die sich rechtzeitig große Rückzugsflächen sichert und die Rivalen im Zaun hält. – Bewertung: ++o (empfehlenswert). – Voll Schaf (Huch! & friends) von Francesco Rotta ist für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren und kostet etwa 23 Euro. Eine Partie dauert kaum länger als 15 Minuten. Hier geht es zur Spielregel .

Für einen langen Schauer: Skull King

Skull King: In diesem seeräuberischen Kartenspiel gibt es Punkte für das Ansagen der korrekten Zahl an Stichen pro Runde. Das Prinzip erinnert an den Klassiker „Wizard“, doch bei „Skull King“ sorgen Sonderkarten für zusätzlichen Kitzel. Neben den Zahlenkarten in vier Farben - Schwarz ist immer Trumpf - mischen Piraten die Runde mächtig auf, denn: Sie gewinnen jeden Stich. Oder doch nicht? Zumindest nicht immer. Der Oberpirat, der Skull King, ist noch ein bisschen stärker als der Otto-Normal-Seeräuber, knickt aber vor der reizenden Mermaid ein. Diese ist zwar stärker als die Zahlenkarten, kann normale Piraten aber nicht verführen. Und dann gibt es noch die Scary Mary, die mal vor Kraft strotzt, mal zickig ist und vor jedem kneift - ganz nach Belieben des Ausspielers. Da man nie weiß, wie viele dieser Sonderkarten im Spiel sind, kommt Zockerstimmung auf. Besonders reizvoll ist die Punktevergabe bei null angesagten Stichen: Wer eine solche Vorhersage wahrmacht, sahnt mit zunehmender Rundenzahl immer mehr Punkte ab und kann die Rangfolge am Ende noch einmal richtig durcheinanderwirbeln. „Skull King“ zählt ohne Zweifel zu den allerbesten Kartenspielen des Jahres. – Bewertung: +++ (herausragend). – Skull King (Schmidt) von Brent Beck ist für 2 bis 6 Spieler ab 8 Jahren und kostet etwa 8 Euro. Eine Partie dauert rund 30 Minuten. Hier geht es zur Spielregel .

Für Dauerregen: Die Glasstraße

Die Glasstraße: Der Bayerische Wald war einmal eine Hochburg der Glasherstellung. Daran erinnert die sogenannte Glasstraße und nun auch dieses Spiel mit gleichem Namen. Die Spieler produzieren Ziegel und Glas, um Punkte bringende Gebäude zu bauen. Neben der historischen Einbettung stechen zwei Mechanismen aus diesem Strategiespiel hervor: Da gibt es einerseits die beiden Produktionsräder, mit denen jeder Akteur seine Rohstoffe wie Wasser, Quarzsand und Lehm verwaltet. Beinahe schon automatisch zeigen die Räder an, wie hoch der Bestand an Glas und Ziegel ist. Und zum anderen überzeugt das Spiel durch die Möglichkeit, von den Aktionen der Konkurrenz zu profitieren. Und das geht so: Pro Durchgang wählt jeder Spieler fünf der jeweils 15 Personenkarten aus, von denen dann nach und nach mindestens drei zum Einsatz kommen und spezifische Aktionen erlauben. Wer die Strategie seiner Nebenleute richtig einschätzt, kann aber noch mehr Fachkräfte wie Fischzüchter, Baumeister oder Schultheiss für sich arbeiten lassen. Nämlich immer dann, wenn ein Mitspieler eine Personenkarte ausspielt, die man zu diesem Zeitpunkt selbst noch auf der Hand hat. Ein solcher Fall ist nur nicht gut für das eigene Vorankommen, sondern steigert auch die Schadenfreude, denn: Derjenige, der die Karte als Erster ausgespielt hat, wird in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Wer zu durchsichtig taktiert, muss Tempoverluste hinnehmen. Nach vier Bauperioden wird abgerechnet. – Bewertung: ++o (empfehlenswert). – Die Glasstraße (Feuerland Spiele) von Uwe Rosenberg ist für 1 bis 4 Spieler ab 12 Jahren und kostet etwa 40 Euro. Eine Partie dauert – abhängig von der Spielerzahl – etwa 20 bis 100 Minuten. Hier geht es zur Spielregel .

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Legende:

+++ = herausragend

++o = empfehlenswert

+oo = durchschnittlich

ooo = dürftig

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