Parade (Schmidt) von Naoki Homma Taktisches Kartenspiel mit Umschaltmomenten

Von Karsten Grosser


Osnabrück. Bei dem taktischen Kartenspiel „Parade“ (Schmidt Spiele) von Naoki Homma möchten die Spieler so wenig Minuspunkte wie möglich bekommen. Das klappt am besten, wenn sie keine Karte aus der Mitte nehmen müssen. Doch manchmal es ist besser, zu attackieren.

So geht’s: Jede Zahlenkarte, die ein Spieler aus der Mitte nehmen muss, bringt Miese. Wer will die schon? Welche Handkarte also am Ende der Reihe dazulegen? Die Zahl gibt an, wie viele Karten am Anfang der Reihe in der Tischmitte unangetastet bleiben. Alle weiteren Karten in der Reihe, die eine gleich hohe oder niedrigere Zahl haben oder die gleiche Farbe zeigen, muss der Spieler indes nehmen. Am Ende zählt jede Karte so viele Minuspunkte, wie ihr Wert zwischen null und zehn angibt. Es sei denn, der Spieler besitzt die Mehrheit in dieser Kartenfarbe. Dann gibt es pro Karte dieser Farbe nur einen Miesen.

Spielerlebnis: Irgendwann lässt es sich nicht mehr vermeiden, eine Karte nehmen zu müssen. Und plötzlich wächst das Interesse, bestimmte Karten zu bekommen, um Mehrheiten zu generieren. Ein Balanceakt! Denn wer falsch kalkuliert und die angepeilte Mehrheit in einer Farbe verpasst, sitzt plötzlich auf einem Batzen Minuspunkten. Am Ende dieses raffinierten Kartenspiels sind womöglich die beiden Handkarten entscheidend, die man noch zuallerletzt in die eigene Auslage legen muss. – Bewertung: ++o (empfehlenswert).

Parade (Schmidt Spiele) von Naoki Homma ist für 2 bis 6 Spieler ab 10 Jahren. Eine Partie dauert etwa 20 bis 30 Minuten. UVP: ca. 8 Euro. Hier können Sie die Spielregel herunterladen.

Legende: +++ = herausragend; ++o = empfehlenswert; +oo = durchschnittlich; ooo = dürftig

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