Vorsicht Phishing Attacken Frist für SEPA-Umstellung verschoben

Die Verschiebung der Frist für die Umstellung auf das neue europäische Zahlungssystem SEPA auf den 1. August ist nun sicher. Foto:dpaDie Verschiebung der Frist für die Umstellung auf das neue europäische Zahlungssystem SEPA auf den 1. August ist nun sicher. Foto:dpa

Osnabrück. Die Verschiebung der Frist für die Umstellung auf das neue europäische Zahlungssystem SEPA auf den 1. August ist nun sicher. Damit dürften auch die Versuche von Betrügern, die Umstellung zu nutzen, um an die Bankdaten, Passwörter und Tan-Nummern der verunsicherten Verbraucher zu kommen, noch andauern, warnen Verbraucherschützer.

Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments haben sich am Donnnerstag darauf geeinigt, einem Vorschlag der EU-Kommission zur Verlegung des Termins zuzustimmen.Die EU-Kommission hatte gefordert, das SEPA-Zahlungssystem endgültig erst bis zum 1. August einzuführen, da die Vorbereitungen noch nicht weit genug fortgeschritten seien. Eigentlich war der 1. Februar die Frist für die SEPA-Umstellung gewesen. Das EU-Parlament will der Verschiebung nun im Februar offiziell zustimmen, die Mitgliedstaaten werden dies dann absegnen. Die Verlängerung der Frist tritt dann rückwirkend in Kraft. Mit SEPA ändern sich unter anderem die Bankverbindungsdaten.

Doch schon seit Wochen häufen sich Verbraucherbeschwerden über betrügerische Mails mit Sepa-Betreff. Aktuell kursieren Mails, die vorgeben von Paypal oder der Postbank zu kommen, heißt es bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. In einer Paypal-Fake-Mail mit dem Betreff „SEPA-Umstellung wichtig“ heißt es: „Wir bitten einige unserer Kunden um einen Datenabgleich. Ihre eingegeben Bankverbindung wird automatisch in das neue SEPA-Format umgewandelt. Bitte verifizieren Sie über diesen Button.“ Wer auf den Button klickt, lande allerdings nicht bei Paypal, sondern auf einer Fakeseite, auf der Betrüger die persönlichen Daten abgreifen. Die Verbraucherschützer raten daher, bei solchen Mails nicht auf Links zu klicken, keine Datei-Anhänge zu öffnen und die Nachricht nicht zu beantworten.

Auch von angeblich drohenden Kontosperrungen oder ähnlichem Druck sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. „Banken versenden niemals E-Mails, in denen sie ihre Kunden zur Eingabe von Kontodaten oder sensiblen Zugangscodes oder Geheimnummern (Pin und Tans) auffordern. Über Sepa und IBAN informieren Banken ihre Kunden schriftlich“, schreibt der Bankenverband auf seiner Webseite. Wer unsicher ist, ob eine Mail wirklich von seinem Finanzinstitut kommt, sollte das durch einen Anruf klären.

Aktuelle Phishing-Maschen, nicht nur im Zusammenhang mit Sepa, listen die Verbraucherschützer auf ihrem regelmäßig aktualisierten Phishing-Radar. auf.


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