Viel Schaum um nichts Die meisten Spezialwaschmittel sind unnötig

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Osnabrück. Extra für Dunkles, extra für Jeans, extra für Weißes: Wer vor dem Waschmittelregal steht, könnte meinen, man bräuchte wenigstens zehn verschiedene, um perfekt reine Wäsche zu bekommen. Laut Verbraucherzentrale Hamburg ist das aber nicht nötig.

Wie Stiftung Warentest bereits in einer Untersuchung herausgefunden habe, schützten spezielle Waschmittel für Dunkles die Farben nicht besser als ein normales Flüssigwaschmittel für Buntes. Aus Sicht der Verbraucherzentrale sind diese Spezialwaschmittel für schwarze Wäsche nicht notwendig.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen die Verbraucherschützer bei Jeans-Waschmitteln. Ein Produkt für Buntes dürfte die Farben ebenso schützen wie das Jeans-Waschmittel, glaubt die Tester der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie fanden zudem heraus, dass das Mittel der Rezeptur von Feinwaschmitteln für Wolle ähnelt. Wer seine Jeans also gerne mit Wollwaschmitteln behandeln wolle, heißt es dazu, finde sicher eine günstigere Alternative.

Ein Dorn im Auge sind nicht nur den Verbraucherschützer, sondern auch dem Umweltbundesamt die sogenannten Hygienespüler zur Wäschedesinfektion. Beide Organisationen raten von der Verwendung ab, weil einige Wirkstoffe zum Schutz der Meere als gefährlich eingestuft worden seien. Zudem könnten sie gesundheitlich bedenklich sein, da bakteriell wirkende Produkte die natürliche Hautflora des Menschen schädigen könnten.

Ebenfalls auf die Rote Liste setzen die Verbraucherschützer Weichspüler. Sie würden für den eigentlichen Waschvorgang nicht benötigt, würden bei Handtüchern gar das Saugvermögen herabsetzen und seien für Wasserorganismen besonders giftig.

Das letzte Mittel auf der Liste der unnötigen Spezialwaschmittel ist Wasserenthärter. Zwar könne mit der Verwendung von Wasserenthärtern Waschmittel eingespart werden, so die Verbraucherschützer, allerdings würde dadurch jeder Waschgang auch teurer. Grundsätzlich müsse man aber nicht mit einer kaputten Waschmaschine rechnen, nur weil man keinen Wasserenthärter verwendet, denn in Waschmitteln seien bereits Substanzen zur Wasserenthärtung enthalten. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, Waschmittel entsprechend dem Wasserhärtegrad zu verwenden. Den könne man beim örtlichen Wasserwerk erfragen. So verwende man nur so viel Chemie wie nötig.


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