Corona-Pandemie Omikron-Variante breitet sich rasch aus: Dänemark meldet 183 Fälle

Von Marie Busse, dpa

Die Omikron-Variante breitet sich in Europa weiter aus. SymbolfotoDie Omikron-Variante breitet sich in Europa weiter aus. Symbolfoto
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Hamburg. Die Omikron-Variante versetzt die Welt in Alarmbereitschaft. Immer mehr europäische Länder melden Fälle: In Dänemark stieg die Zahl sprunghaft an.

In Dänemark ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron sprunghaft auf mehr als 180 Fälle angestiegen. Mittlerweile seien 183 Infektionen mit der zuerst in Südafrika festgestellten Variante nachgewiesen worden, teilten die dänischen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Das EU-Land hatte wegen der womöglich besonders ansteckenden Virusvariante kürzlich seine Corona-Schutzmaßnahmen ausgeweitet.

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Bei einer Firmenfeier in Norwegen ist es zu einem Ausbruch der Coronavirus-Variante Omikron gekommen. Bisher seien 13 Fälle bestätigt, teilte das nationale Gesundheitsinstitut FHI am Samstag mit. Es gebe 90 bis 100 Corona-Fälle nach dem Event in der Hauptstadt Oslo. Unklar blieb zunächst, ob sich noch weitere Gäste mit der Omikron-Variante infiziert haben.

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Erste Fälle in Rumänien 

In Rumänien wurde die Omikron-Variante indes erstmal nachgewiesen. Am Sonntag bestätigten die Behörden zwei Fälle der Variante des Corona-Virus durch Genomsequenzierung. Die 48-jährige Frau aus dem Kreis Brasov und der 49-jährige Mann aus dem Kreis Vaslui weisen keine Symptome auf und befinden sich in häuslicher Isolierung, wie es heißt. Beide seien am 30. November mit dem Flugzeug aus Südafrika gekommen und nach ihrer Ankunft positiv getestet worden.

Ministerpräsident Nicolae Ciuca berief in der Nacht zum Sonntag eine Sitzung der Spitzen der Gesundheitsverwaltung ein, um mögliche Maßnahmen zu erörtern. Rumänien hatte im Oktober den Höhepunkt einer verheerenden Corona-Welle hinter sich gelassen. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Ansteckungsrate pro 100.000 Einwohner bei 50. Nur 39 Prozent der Bevölkerung sind gegen das Coronavirus vollständig geimpft.

Wie gefährlich ist die neue Variante?

Chile hat als möglicherweise zweites Land in Lateinamerika nach Brasilien einen Fall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Es handelt sich dabei um einen Infizierten, der am 25. November aus Ghana eingereist war, wie das regionale Gesundheitssekretariat für dir Hafenstadt Valparíso (Seremi) am Samstag mitteilte. Demnach sei der Gesundheitszustand des Reisenden, der komplett mit Biontech/Pfizer geimpft ist, gut. Er befindet sich der Mitteilung zufolge in Isolation.

In Deutschland waren laut Robert Koch-Institut bis Mittwoch vier Fälle der Omikron-Variante durch Genomsequenzierung bestätigt - allesamt Reiserückkehrer aus Südafrika. Bei acht weiteren Fällen in Deutschland bestehe ein Verdacht auf die Variante. Experten gehen jedoch von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus.

EHO stuft Variante als besorgniserregend an

Die neue Variante schürt weltweit Sorgen, allerdings ist es laut Experten noch zu früh, um sagen zu können, welche Auswirkungen sie auf die Pandemie haben wird. Wegen der vielen Mutationen wird befürchtet, dass die Omikron-Variante leichter übertragbar und resistenter gegen Impfungen sein könnte. Dies muss sich aber erst noch bestätigen.

Omikron könnte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein. Die Behörde wies kürzlich darauf hin, dass es zwar nach wie vor eine Reihe von Unsicherheiten hinsichtlich der Übertragbarkeit, des Schweregrads von Erkrankungen und mögliche Auswirkungen auf die Immunabwehr gibt. Vorläufige Daten deuteten jedoch darauf hin, dass Omikron gegenüber der Delta-Variante klar im Vorteil sei. Die WHO stuft Omikron als "besorgniserregend" ein.


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