Tipps zur Pflege Christrose: Wie sich der Winterblüher am wohlsten fühlt

Von dpa, amp

Christrosen gehören zu den winterharten Stauden.Christrosen gehören zu den winterharten Stauden.
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Berlin. Die Christrose gehört zu den beliebten Winterblühern. Damit sich die Staude in ihrer vollen Pracht zeigt, braucht sie einen geeigneten Standort und die richtige Pflege. Wir erklären, worauf es dabei ankommt.

Nur wenige Blumen blühen im winterlichen Garten und trotzen dabei Eis und Schnee. Eine von ihnen ist die Christrose (Helleborus niger), auch gerne als Schneerose bezeichnet. Sie sieht aus, wie man Blumen zeichnen würde: Ein strahlend gelber Punkt in der Mitte, fünf einfache reinweiße Blütenblätter drumherum.

Im Advent und zu Weihnachten sind Christrosen ein beliebtes Geschenk. Um lange Freude an ihnen zu haben, kommt es vor allem auf den richtigen Standort an.

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Christrose gehört nach draußen

"Man muss sich im Klaren sein, dass diese Pflanzen draußen stehen wollen", sagt Josef Heuger, Helleborus-Züchter und Gartenbau-Techniker aus Glandorf in Niedersachsen. Schön sind dort natürlich Plätze im Garten, wo man im Winter noch häufig vorbeikommt oder man sie vom Fenster aus sehen kann. Etwa am Hauseingang und in Beeten vor dem Wohnzimmer- oder Küchenfenster.

Christrosen können 30 Jahre und mehr im Garten wachsen. Man sollte ihnen aber bei der Pflanzung im Herbst und Winter etwas bieten: "An der Pflanzstelle sollte das Erdreich humos, leicht durchlässig und alkalisch sein", rät die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke. Josef Heuger empfiehlt, das Pflanzloch möglichst zwei Spaten tief auszugraben, damit sich die Wurzeln senkrecht nach unten entwickeln können.

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Laub hält ab Herbst die Feuchtigkeit fern, deshalb muss der Boden öfter bewässert werden.

Während der Blüte sollte der Boden unbedingt leicht feucht sein, im Sommer kann er auch etwas trockener sein. "Das ist vor allem an Stellen gegeben, an denen laubabwerfende Gehölze über den Sommer nicht nur für Schatten sorgen, sondern auch mit dem Laub die Feuchtigkeit etwas abhalten."

Diese Pflanzen passen zur Christrose

Josef Heuger würde die Christrose mit Pflanzen kombinieren, die im Winter ebenfalls etwas zur Zierde beitragen können. Etwa eine dekorative Rinde wie die vom Purpur-Hartriegel 'Sibirica' oder den ausgefallenen Wuchs der Korkenzieher-Haselnuss. Gärtnerin Svenja Schwedtke empfiehlt krautig wachsende Beet-Partner, vor allem Halbschatten- und Schattenpflanzen wie Leberblümchen und Gräser, das winterblühende Alpenveilchen, Lerchensporn und Schneeglöckchen.

Düngen: Im Sommer essentiell, im Winter nicht nötig

Die Energie für die Blüte sammeln Christrosen in den Sommermonaten und speichern sie in ihren fleischigen Rhizomen. Das ist ein Vorteil für ihre Besitzer: Man muss während der Blüte im Winter nicht düngen. Wichtig ist dafür, dass die Christrosen in den Sommermonaten gut mit einem phosphor- und kaliumbetonten Dünger versorgt werden.

Svenja Schwedkte rät zu Rosen- oder Tomatendünger sowie immer mal wieder auch zu einer Kalkgabe. Ihr Tipp dazu: "Arbeiten sie die Schale von rohen Eiern bei der Pflanzung und auch später gelegentlich in den Boden rund um die Pflanze ein."

Lenzrose: Die verwandte Alternative zur Christrose

Aber nicht jeder ist begeistert von dieser Art der Helleborus-Pflanzen: Die klassische Christrose sei mit ihrem schwachen Wuchs eine Herausforderung für ihren Besitzer, sagt Svenja Schwedtke. Denn diese Art braucht zum Beispiel den erwähnten kalkhaltigen und tiefgründigen Boden.

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Lenzrosen sind eine gute Alternative zur Christrose.

Die Staudengärtnerin rät daher alternativ zur Lenzrose, einer Verwandten der Christrose (Helleborus orientalis). Sie wachse und vermehre sich selbst gut. Die Sämlinge bringen dann auch andere Blütenfarben und Formen hervor. Allerdings zeigt die Lenzrose ihre Blüten meist erst zum Winterende.

Haltung auch im Kübel möglich

All diese Helleborus lassen sich auch im Topf halten, wenn diese nicht zu klein sind. "Anderenfalls frieren die Wurzeln durch, was der Pflanze schadet", sagt Josef Heuger. Wichtig ist, die Pflanzen im Topf auch im Winter gut mit Wasser zu versorgen. "Staunässe vermeiden Sie am besten durch ein Loch im Topfboden oder einen integrierten Überlauf im Gefäß."

Er rät, verschiedene Arten und Sorten der Helleborus mit unterschiedlichen Blütezeiten gemeinsam einzutopfen – so hat man über viele Wochen eine schöne Blüte im Gefäß.


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