Podcast “ende gut.” Alltag einer Sterbebegleiterin: “Ich staune, wie viele Leute am Ende allein sind”

Von Ann-Kathrin Scholz

Als Sterbebegleiterin fällt Sandra Heinicke auf, dass immer mehr Menschen am Ende ihres Lebens allein sind.Als Sterbebegleiterin fällt Sandra Heinicke auf, dass immer mehr Menschen am Ende ihres Lebens allein sind.
Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg. In vertrauter Umgebung im Kreise der Liebsten friedlich einschlafen: Wenn schon sterben, dann zuhause, denken sich viele. Sandra Heinicke und ihr Team vom ambulanten Hospizdienst Norderstedt tun alles dafür, schwerstkranken Menschen diesen Wunsch zu erfüllen. Heinicke ist zu Gast im Podcast “ende gut.”.

Als Krankenschwester auf der Onkologie erlebte Sandra Heinicke, wie ein junges Mädchen ganz alleine im Krankenhaus verstarb, weil seine Eltern nicht rechtzeitig kommen konnten. Dieses Erlebnis hat sie damals so sehr berührt, dass sie sich zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin ausbilden ließ. 

Jahre später machte sie ihr Ehrenamt zum Beruf und arbeitet heute als hauptamtliche Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Norderstedt. Gemeinsam mit ihrem Team betreut sie sterbenskranke Menschen und deren Angehörige in den letzten Wochen und Monaten zuhause.

Da sein, wenn es sonst niemanden gibt

Ihren Auftrag sieht Heinicke darin, die Konfrontation mit dem Sterben zu erleichtern, Angehörige zu entlasten und Gesellschaft zu leisten, wenn es keine Angehörigen gibt. Denn gerade letzteres fällt ihr immer öfter auf: viele Menschen sind am Ende ihres Lebens ganz allein.

Mit den Moderatorinnen Victoria Dietrich und Evgeniya Polo spricht Heinicke darüber, wie ihr Arbeitsalltag aussieht, warum sie Sterbebegleiterin geworden ist und wer eigentlich mehr Unterstützung braucht: Angehörige oder Erkrankte?



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN