Podcast “ende gut.” Psychotherapeut: Trauer lässt sich nur durch Beziehungen zu anderen Menschen heilen

Von Ann-Kathrin Scholz

Victoria Dietrich und Evgeniya Polo sind die Gründerinnen der Plattform Emmora. Im Podcast "ende gut." besprechen sie alle Themen rund ums LebensendeVictoria Dietrich und Evgeniya Polo sind die Gründerinnen der Plattform Emmora. Im Podcast "ende gut." besprechen sie alle Themen rund ums Lebensende
Oliver Vonberg

Hamburg. Trauer ist keine Krankheit. Oder doch? Akute Trauer kann für Blockaden im Gehirn sorgen, die wir nur durch Beziehungen zu anderen Menschen lösen können. Darum geht es in der neuen Folge des Podcasts “ende gut.”.

Wenn wir in einer akuten Trauerphase das Gefühl haben, “nicht mehr wir selbst zu sein”, dann liegen wir mit dieser Einschätzung goldrichtig, sagt Psychotherapeut Thomas Weil. Denn in dieser Phase sind wir “limbisch blockiert”. Das heißt, wir können auf ganz alltägliche Fähigkeiten nicht mehr zurückgreifen und unserer Gefühle nicht kontrollieren. 

Was genau diese Blockade auslöst, warum wir sie ohne Hilfe von anderen nicht lösen können, und warum Zwiegespräche mit Verstorbenen für unsere mentale Gesundheit wichtig sind, erklärt Weil in dieser Episode unseres Podcasts “ende gut.”.

“Wir brauchen Beziehungen, um wieder zu genesen”

Unabdingbar für das Lösen der Blockaden und das Zurückfinden in den Alltag sind laut Weil die Beziehungen zu anderen Menschen. Anderenfalls könne die Erholung von traumatischen Erlebnissen Jahrzehnte dauern, so der Therapeut.

Darüber hinaus sprechen die Moderatorinnen Victoria Dietrich und Evgeniya Polo mit Trauerbegleiterin Luna Schön über die Anerkennung von Trauer als offizielle psychische Krankheit. Hilft oder schadet diese Anerkennung der Trauer?



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