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Merkur vor der Sonne Wo die "Mini-Sonnenfinsternis" am besten zu sehen war

Von dpa

Bei der "Mini-Sonnenfinsternis" schiebt sich der Planet Merkur – sichtbar als kleiner schwarzer Punkt – vor die Sonne. Foto: dpa/Bill Ingalls/NASABei der "Mini-Sonnenfinsternis" schiebt sich der Planet Merkur – sichtbar als kleiner schwarzer Punkt – vor die Sonne. Foto: dpa/Bill Ingalls/NASA

Heppenheim/Offenbach. Wenn sich der Merkur vor die Sonne schiebt, zeigt sich eine "Mini-Sonnenfinsternis". In Deutschland konnte das Spektakel am Himmel beobachtet werden – allerdings mit Einschränkungen.

Der kleinste Planet Merkur hat sich am Montag vor die Sonne geschoben und eine "Mini-Sonnenfinsternis" verursacht. Allerdings war das ohnehin nur schwer sichtbare Spektakel am Himmel vielerorts in Deutschland wegen Wolken und Hochnebel überhaupt nicht zu beobachten. Nur im Osten habe man die Chance bekommen, hieß es beim Deutschen Wetterdienst. 

In Sachsen und Brandenburg seien die Chancen gut gewesen und auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Vorpommern habe man zumindest zum späteren Nachmittag hin noch die Möglichkeit gehabt. Glück hatte auch die Vereinigung der Sternfreunde. Pünktlich zur Mittagszeit habe sich der Nebel beim Beobachten in Stuttgart aufgelöst und zumindest kurz habe man den Anfang des Merkurtransits beobachten können, sagte der Vorsitzende Sven Melchert.

Beobachtungen nur mit Teleskop möglich

Der Transit des kleinen Merkur über die Sonnenscheibe ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen. Zum Beobachten braucht man ein Teleskop mit speziellen Sonnenfiltern. Zudem ist der Transit des schnellsten Planeten des Sonnensystem ein seltenes Ereignis: Das letzte Mal geschah dies im Mai 2016. Den nächsten Transit gibt es erst 2032.

Um 13.35 Uhr stieß der kleine Planet an den Sonnenrand und startete als schwarzer Punkt die Reise fast exakt über die Mitte der Sonne. Merkur ist der sonnennächste Planet. Sein Umlauf um die Sonne dauert 88 Tage. Sein Umfang liegt bei gut 15.000 Kilometern – bei der Erde sind es rund 40.000 Kilometer.

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