Überraschung im Garten Wie eine Bitterorange heimlich zu einem Baum heranwuchs

Zu einer beeindruckenden Gestalt ist diese Dreiblättrige Orange herangewachsen. Vorsicht: Sie hat Riesen-Dornen, die besonders im Winter, wenn der Strauch die Blätter abwirft, gut zur Geltung kommen. Foto: Julia KuhlmannZu einer beeindruckenden Gestalt ist diese Dreiblättrige Orange herangewachsen. Vorsicht: Sie hat Riesen-Dornen, die besonders im Winter, wenn der Strauch die Blätter abwirft, gut zur Geltung kommen. Foto: Julia Kuhlmann

Osnabrück. Geschenke für den Garten haben es manchmal in sich. Wie eine Bitterorange mehr als zehn Jahre nach ihrer Pflanzung mit fantastisch duftenden Blüten, stattlichem Wuchs und Dornen ungeahnten Ausmaßes überraschte.

Die Dreiblättrige Orange (Poncirus trifoliata), auch Dreiblattzitrone genannt, war ein harmlos winziges Bäumchen, als sie vor zwölf Jahren in den Garten einzog. Mit ihr ging es wie mit so manchem geschenkten Baum in manchem Garten: Man hätte sie vielleicht woanders gepflanzt, hätte man sich zuvor Größe und Aussehen mit mehr Ruhe vergegenwärtigt.

Blüten erstmals nach zehn Jahren

Das Erstaunen war groß, als das Bäumchen nach etwa zehn Jahren zum ersten Mal blühte: Der Duft der weißen Blüten ist fantastisch. Aus den leicht bitteren Früchten lässt sich Marmelade machen. 


Das allerbeeindruckendste an diesem winterharten Gewächs sind jedoch seine Furcht einflößenden Dornen: bis zu sieben Zentimeter lang und wirklich spitz! Insofern war die Standortwahl so schlecht auch wieder nicht: Der Platz wird nicht begangen. Weil die Bitterorange im Winter die Blätter abwirft, kommen die Dornen dann besonders gut zur Geltung.

Dass der über zwei Meter hohe Strauch zu nah an einem Gebäude steht, tut seiner Schönheit keinen Abbruch. Auch das macht ja den Charme älterer Gärten aus: dass sie gewachsen sind und nicht am Reißbrett perfekt entworfen und akribisch umgesetzt wurden


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