"Ach so!"- Tierwelt Einfach mal abhängen: Wer ist der Langschläfer unter den Tieren?

Schlafen lange und sind nachtaktiv: Fledermäuse. Foto: Armin Weigel/dpaSchlafen lange und sind nachtaktiv: Fledermäuse. Foto: Armin Weigel/dpa
Armin Weigel

Osnabrück. Es gibt Tiere, die wachen aus gutem Grund gleich den ganzen Winter über nicht mehr auf, wie der Siebenschläfer. In unserer „Ach so!“-Kolumne rund ums Alltagswissen, verraten wir heute, welche Tiere generell Lang- oder Kurzschläfer sind – und wer weitgehend schlaflos bleibt.

Einfach mal abhängen: Zu den Winterschläfern gehören die Fledermäuse. Sie legen für diese Zeit im Herbst bis zu 30 Prozent an Gewicht zu, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) berichtet. Ihr Herzschlag liegt demnach noch bei 18 bis 80 Schlägen pro Minute statt normal bis zu 450 Mal. Doch nicht nur in der kalten Jahreszeit brauchen die nachtaktiven Tiere viel Schlaf. Wenn sie sich dann kopfüber hängen lassen, können sie für etwa 20 Stunden dösen.

Energie spart auch der Koala, indem er die ausgeprägte Schlafgewohnheit der Fledermäuse teilt. Igel sind ebenfalls Langschläfer mit 18 bis 20 Stunden am Tag. Verglichen mit Fledermaus, Koala und Igel sind Faultiere eigentlich gar nicht so faul: Sie kommen mit täglich „nur“ 17 Stunden Schlaf aus.

„Ich bin dann mal kurz weg“: Es gibt auch richtige Kurzschläfer wie die Giraffen. Ihr Schlafrhythmus besteht aus kurzen über den Tag verteilte Nickerchen, die neue Energie spenden. Was ein wenig an das in Mode gekommene und empfohlene „Power Napping“, den kurzen Tagesschlaf für gestresste Berufstätige, erinnert. Unterm Strich kommen die Giraffen auf täglich zwischen zwei bis vier Stunden Schlaf. 

Schlaflos im Meer: Er ruht sich maximal kurz auf dem Meeresboden aus. Aber einfach irgendwo ein schönes Plätzchen unter Wasser suchen und lange ausschlafen, das kann sich kein Hai leisten. Es könnte für ihn tödlich enden. Ein Hai muss immer in Bewegung bleiben. Nur so gelangt der lebensnotwendige Sauerstoff in die Kiemen, die er zum Atmen hat.

„Schlafanzug“ statt Schlafentzug: Kurios klingt eine Angewohnheit, die die Papageienfische an den Tag legen, bevor sie sich ausruhen. Sie „ziehen“ sich um: Die Fische umgeben sie sich mit einer Schleimhülle. Sie hält Geruchsignale zurück, die ihre natürlichen Feinde anlocken könnten. So schützen sich die Papageienfische vor gefährlichen Parasitenangriffen, während sie schlafen.


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