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Skandal um Wilke-Wurst immer größer Listerien in Wurstware: Foodwatch sieht Gefahr im Verzug

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller die Produktion stoppen. Foto: dpa/Uwe ZucchiNach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller die Produktion stoppen. Foto: dpa/Uwe Zucchi

Norden. Der Großhändler für Gastronomie und Hotellerie "igro – Schmidt GmbH" hat ebenfalls erst aus der Presse von dem Skandal um die Wilke-Wurst erfahren. Jetzt gibt es einen umfassenden Rückruf von Fleisch- und Wurstwaren. Die Gefahr von Listerien besteht weiterhin. Foodwatch sieht Gefahr im Verzug.

"Wichtig! Aus der aktuellen Presse haben wir erfahren, dass gegen die Firma Wilke ein Rückruf aller Produkte gestartet wurde", steht in roten Lettern auf der Homepage des Großhändlers "igro" aus Norden. Nun hat die Firma ebenfalls einen umfassenden Rückruf von Fleisch- und Wurstprodukten gestartet, die aus der Herstellung von Wilke-Wurst stammen. Die betroffenen Artikel sollten auf keinen Fall verzehrt werden. Hier können Sie nachlesen, um welche Produkte es sich handelt.

Zwei Todesfälle durch Listerien

In Wilke-Produkten waren mehrfach Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können für Personen mit schwachem Immunsystem lebensgefährlich sein. Die Behörden verwiesen auf eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI), aus dem sich ein unmittelbarer Zusammenhang zu zwei Todesfällen in Südhessen herstellen lasse. Zudem gibt es 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stünden. Diese Zahl habe sich auch nach einem Aufruf der Verbraucherorganisation foodwatch an mögliche weitere Betroffene, sich zu melden, nicht erhöht.

Foodwatch fordert Klarheit für Verbraucher

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert die Behörden auf, die Verbraucher umfangreich über die betroffenen Produkte aus der Herstellung des nordhessischen Betriebs und die Verkaufsstellen zu informieren.  Foodwatch fordert die zuständigen Behörden in Hessen ultimativ zur Veröffentlichung aller belieferten Betriebe auf. "Es kann ja nicht sein, dass es eine Liste gibt, diese aber nicht veröffentlicht wird", sagte ein Sprecher am Sonntag. Mit einem Eil-Antrag vom Sonntag an den Landkreis Waldeck-Frankenberg, das Regierungspräsidium Darmstadt und das hessische Verbraucherschutzministerium will die Organisation eine Offenlegung binnen 48 Stunden. Verstreiche diese Frist, wolle man die Veröffentlichung über ein Gericht durchsetzen. Die Organisation sieht Gefahr im Verzug.


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