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31.07.2019, 07:05 Uhr KOLUMNE

Danke für die Pflanzen

Von Julia Kuhlmann


Taglilie in voller Blüte. Warum soll man sich für solche Pflanzengeschenke eigentlich nicht bedanken? Foto: Julia KuhlmannTaglilie in voller Blüte. Warum soll man sich für solche Pflanzengeschenke eigentlich nicht bedanken? Foto: Julia Kuhlmann

Osnabrück. Im Garten ist immer irgendetwas los. Diese Kolumne widmet sich den vielen kleinen Anekdoten, die sich im Miteinander von Natur und Mensch sowie Garten-Mensch und Garten-Mensch ereignen.

Vielen Traditionen und manchem Aberglauben kann ich – und sei es im Spaß – etwas abgewinnen. Aber warum bloß heißt es, man dürfe sich für geschenkte Pflanzen nicht bedanken?

Während meine Nachbarin an manchen Stellen im Beet kaum gegen Patagonisches Eisenkraut ankommt, beklatsche ich jeden Nachkommen davon auf dem Grundstück einzeln. Viel ausbreitungsfreudiger hingegen zeigen sich die Federgräser, die jede noch so kleine Ritze nutzen, um sich zu versamen. Der Pflanzentausch ist somit perfekt und gegenseitiger Dank sicher. Dieser Tage: Besuch bei Freunden, die gerade kräftig im Garten buddeln. Das eine oder andere steht im Ausweichquartier im Topf, und schon haben wir eine Liebstöckel-Pflanze und eine gelb-rote Taglilie in der Hand. Natürlich habe ich mich auch für diese Gaben herzlich bedankt, auch wenn ich weiß, dass man Gefahr läuft, darauf hingewiesen zu werden, Pflanzen wüchsen nicht richtig an, wenn man sich für sie bedanke. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass Dank einer guten Entwicklung überhaupt im Wege stehen könnte, und sage allen, die mir Pflanzen schenken, weiterhin gerne herzlich Danke!

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