Spielen in den Sommerferien Drei Spiele für alle, die gerne kommunikative Partyspiele mögen

Von Karsten Grosser und Hauke Petersen

Material aus den Spielen Trapwords, Just One und Monster-Bande. Foto: Karsten GrosserMaterial aus den Spielen Trapwords, Just One und Monster-Bande. Foto: Karsten Grosser

Osnabrück. Wer Tabu oder Codenames mag, wird auch diese Spiele mögen. Für die Sommerferien empfehlen wir drei kommunikative Spiele, die alle ein bisschen mit Raten, Beschreiben oder Assoziieren zu tun haben – für alle, die Spaß am Spielen mit Sprache haben.

Doppelungsgefahr und Fallenwörter – in zwei der hier vorgestellten Spiele droht den Spielern Ungemach, wenn sie die falschen Begriffe verwenden. Obwohl der eine Titel kooperativ und der andere kompetitiv ist, hilft es beiden, anders als die anderen zu denken.

Drei kommunikative Spiele: Just One, Monster-Bande und Trapwords. Foto: Karsten Grosser

Ungeliebte Mehrfachnennungen

Just One: Einer rät, alle anderen geben Hinweise. Das Besondere dabei: Die Hinweise dürfen nur aus einem Wort bestehen und werden verglichen, ehe sie der Ratende zu sehen bekommt. Hinweise, die mehrfach vorkommen, werden aussortiert. Werden nicht dem Ratenden gezeigt. Was blöd ist, denn Just One ist ein kooperatives Spiel, bei dem die Gruppe das Interesse verfolgt, möglichst viele Begriffe zu erraten. Wie also vorgehen? Bei naheliegenden Erklärwörtern droht Doppelungsgefahr! Also besser eine weniger intuitive, aber dennoch passende Assoziation suchen? Wenn alle die besten Hilfen meiden, wird es für den Ratenden womöglich unnötig schwer. Lustig wird es, wenn mehrere gleich kompliziert denken und so überraschende Mehrfachnennungen produzieren. Gerade solche Überraschungsmomente sind es, die Just One vor allem für die Erklärer spannend machen. Was haben die anderen notiert? Wenn es gut läuft, hat der Ratende kaum Probleme. Wenn viele Hinweise aussortiert werden müssen, wird's schwer. Dann ist es besser, auf den Rateversuch zu verzichten. Denn jede falsche Antwort kommt einem zusätzlichen Minuspunkt gleich. Und den möchte in diesem schnellen wie kreativen Ratespiel ja niemand riskieren.

Spielogramm

Just One
  • Autoren: Ludovic Roudy und Bruno Sautter 
  • Verlag: Repos Production/Asmodee
  • Spieler: 3 bis 7
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 20 bis 25 Minuten

Böse Fallenwörter

Trapwords: Dieses Ratespiel für zwei Teams ist quasi eine Abwandlung des Klassikers Tabu. In Trapwords werden die Wörter, die jemand zum Erklären eines Wortes vermeiden muss, allerdings nicht vom Spiel vorgegeben, sondern von den Gegnern. Und noch wichtiger: Der Erklärer kennt diese Fallenwörter nicht. Bis zu zehn dieser sogenannten Trapwords darf ein Team pro Runde notieren, um den Gegnern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dabei hilft es, den Erklärer der Konkurrenz einzuschätzen. Wie wortgewandt ist er? Schreibe ich eher naheliegende Fallenwörter auf? Oder abseitige? Der Erklärer selbst wird auf jeden Fall versuchen, typische Assoziationen zu vermeiden. Eine Sache für gewitzte Ratefans. Zumal die Zahl der Fallenwörter mit jeder erfolgreichen Aufgabe steigt. Zusätzliche Handicaps bilden Flüche und die finale Begegnung mit einem Monster; Ingredienzien, die Trapwords in einer Fantasy-Welt transportieren, es mitunter aber auch albern werden lassen.

Spielogramm

Trapwords
  • Autor: Jan Březina, Martin Hrabálek, Michal Požárek
  • Verlag: Czech Games Edition
  • Spieler: 4 bis 8
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 30 Minuten

Verbotene Details

Monster-Bande: Mit Monster-Bande ist Autor Florian Biege ein Kunststück gelungen: ein Kommunikationsspiel für Familien, bei dem auch jüngere Grundschulkinder problemlos mitmischen können. In der empfehlenswerten Grundvariante spielen zwei Teams von jeweils mindestens zwei Spielern miteinander. Ein Spieler gibt seiner Truppe Hinweise auf eines von 54 ausliegenden Monstern. Diese unterscheiden sich in der Zahl der Arme, Beine und Augen, der Farbe und anderen Details. Viel zu gucken und viel zu beschreiben, also. Aber: Eines oder mehrere dieser Details darf der Erklärer nicht nennen. Welche das sind, geben – je nach gewählter Schwierigkeitsstufe – ein oder zwei Würfel vor. Für die nötige Hektik sorgt eine Sanduhr, die stets viel zu wenig Zeit lässt. 

Monster-Bande liegt sicherlich nicht allen gleich. Aber es ist schon erstaunlich, wie schnell manche Kinder die Aufgabe meistern – das gilt auch für die Kontrolle des anderen Teams, wenn der Erklärer mal wieder die Zahl der Haare nennt, was der Würfel ihm eigentlich verboten hat. Manch reine Erwachsenenrunden haben sicher auch Spaß. Kernkompetenz von „Monster-Bande“ ist aber, Kinder und Erwachsene gemeinsam an den Spieltisch zu bekommen, ohne sie zu langweilen.

Spielogramm

Monster-Bande
  • Autor: Florian Biege
  • Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne
  • Spieler: 2 bis 8
  • Alter: ab 7 Jahren
  • Dauer: 25 Minuten


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