Unkompliziert und lecker So wird es was mit der eigenen Kartoffel-Ernte im Garten

Sehr schmackhaft sind die sogenannten Bamberger Hörnchen, eine späte Kartoffelsorte. Archiv-Foto: Ingrid Beucke-AdlerSehr schmackhaft sind die sogenannten Bamberger Hörnchen, eine späte Kartoffelsorte. Archiv-Foto: Ingrid Beucke-Adler
Ingrid Beucke-Adler

Osnabrück. Kartoffeln selbst anzubauen ist nicht allzu aufwendig. Es macht Spaß und lohnt sich wegen des Ertrages. Wer Kartoffeln selbst anbaut, kann außerdem ganz einfach verschiedene Sorten ausprobieren und somit den Zeitraum eigener Versorgung lange strecken.

Zwar ist der Verbrauch an Kartoffeln seit vielen Jahren rückläufig, aber immerhin isst jeder Deutsche laut Statistik noch etwa knapp 20 Kilogramm frische Kartoffeln im Jahr und 34 Kilogramm Kartoffeln in Form von Fertigprodukten, wie das Landwirtschaftsmagazin „top agrar online“ vermeldet. Kartoffeln aus eigener Ernte erfreuen sich dabei zunehmender Beliebtheit. 

Auf einer Fläche von zehn Quadratmetern wachsen etwa 25 bis 35 Kilogramm Kartoffeln heran, manchmal sogar mehr, wie das Magazin für biologisches Gärtnern, „kraut & rüben“ vorrechnet.

Es wird empfohlen, für die Selbstversorgung auf eine Mischung aus frühen Kartoffeln, die Ende Juni/Anfang Juli geerntet werden, mittelfrühen Augustsorten und späten Lagersorten, die im September reifen, zu setzen.

Werden Lagerkartoffeln dunkel und kühl (sechs bis acht Grad Celsius) gelagert, können sie sich bis ins Frühjahr halten.

Pro Quadratmeter Beetfläche benötigt man vier bis fünf Saatkartoffeln. Die Knollen kommen im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern in der Reihe und 50 bis 60 Zentimetern zwischen den Reihen in die Erde. So haben sie genügend Platz, um das Zehn- bis 15-Fache an Ertrag zu bringen.

Für eine Fläche von 40 Quadratmetern benötigt man etwa zehn Kilogramm Pflanzkartoffeln. Knollen, die vier bis sechs Wochen vor dem Pflanzen bei 12 bis 14 Grad Celsius im Hellen vorgetrieben wurden, haben später im Beet einen Zeitvorsprung, meldet „kraut & rüben“.

Besonders gut schmecken viele alte Kartoffelsorten, bei denen nicht auf Kosten des Geschmacks Rücksicht auf eine möglichst makellose Form genommen wurde. Alte Kartoffeln dürfen krumm, rund, klein, groß, kurz: immer unterschiedlich sein.

 Zu den beliebtesten Gartenkartoffeln gehören Nicola (früh), Sieglinde (früh), Annabelle (früh), Linda (mittelfrüh), La Bonnotte (mittelfrüh), Bamberger Hörnchen(spät), Vitelotte (spät, violettfleischig). 


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